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Kreditkarten erklärt: Wie funktionieren sie?

Kreditkarten gehören weltweit zum Alltag vieler Menschen. Die Anzahl der Karten steigt stetig, allein in Deutschland liegt sie bei über 40 Millionen. Hier erfährst du, welche Kreditkarten-Typen es gibt, welche Vorteile und Risiken sie mit sich bringen und welches Modell am besten zu dir, deinen Bedürfnissen und deiner Lebenssituation passt.

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Kreditkartennutzung ist in den letzten Jahren weltweit gestiegen 
  • Mit dem Plastikgeld kannst du rund um den Globus bezahlen und Bargeld abheben, außerdem ist es ein bewährtes und sicheres Zahlungsmittel für Transaktionen im Internet
  • Die bekanntesten und größten Kreditkartengesellschaften sind Visa und Mastercard
  • Viele Angebote beinhalten Zusatzleistungen wie Prämienprogramme, Versicherungspakete und Rabattaktionen

Was ist eine Kreditkarte?

Die Kreditkarte ist ein bargeldloses Zahlungsmittel, das in mehr als 200 Ländern akzeptiert wird. Die Karten sowie die dazugehörigen Systeme und die Infrastruktur werden von den Kreditkartengesellschaften bereitgestellt. Visa und Mastercard sind die beiden bekanntesten und größten Anbieter. In Deutschland machen sie rund 90 % des Marktes unter sich aus, den dritten Platz, mit einem Marktanteil von rund 7,5 %, belegt American Express.

Mastercard oder Visa? Diese Frage stellen sich viele, die vor der Entscheidung stehen. Beide Kreditkartengesellschaften genießen weltweit eine hohe Akzeptanz, woher deine Karte kommt, spielt also keine große Rolle. Den Preis deiner Mastercard oder Visa und was sie kann, bestimmt die herausgebende Bank.

Die Herausgeber von Kreditkarten sind meist Banken. Sie erwerben von den Kreditkartengesellschaften sogenannte Issuing-Lizenzen und dürfen dann das jeweilige Zahlungssystem nutzen. Als Herausgeber bestimmen sie die Konditionen der Kreditkarte. Ausnahmen sind die Karten von American Express: Das Unternehmen ist Kreditkartengesellschaft und Kartenherausgeber zugleich.

Häufig bringen herausgebende Geldinstitute gemeinsam mit Organisationen und Unternehmen wie dem ADAC, Amazon oder der Lufthansa Co-Branding Karten auf den Markt. Neben den gewöhnlichen Kreditkartenfunktionen weisen diese Karten Zusatzfunktionen auf, die von den Co-Herausgebenden angeboten werden. Mit jeder Transaktion sammeln die Nutzer:innen Bonuspunkte, Tankrabatte, Flugmeilen oder andere Prämien.

Der Verfügungsrahmen einer Karte zeigt an, welche Summe die Inhaber:innen monatlich mit ihrer Karte ausgeben können. Dabei spielen Faktoren wie die Kreditwürdigkeit und das monatliche Einkommen für gewöhnlich eine entscheidende Rolle. Die Bedingungen für die Nutzung des bargeldlosen Zahlungsmittels variieren zwar zwischen den Geldinstituten, meistens gelten jedoch folgende Bedingungen:

  • Die Karteninhaber:innen müssen einen festen Wohnsitz in Deutschland haben
  • Sie müssen volljährig sein (gilt nicht für Prepaid-Kreditkarten)
  • Bei Karten mit Kreditrahmen wird die Bonität der Antragsteller:innen überprüft – nur wer kreditwürdig ist, erhält eine solche Karte

Kreditkarte: Aufbau und Merkmale

Alle Kreditkarten sind weitestgehend nach einem gleichen Prinzip aufgebaut und enthalten gleichermaßen sowohl sichtbare als auch nicht sichtbar gespeicherte Informationen. Sie eint zudem das Scheckkartenformat, das auch bei Krankenkassen- und Versicherungskarten, Personalausweisen, dem Führerschein und allgemeinen Bankkarten vorkommt. Das Format entspricht der international geltenden Norm ISO/IEC 7810. Das Format ID-1 ist bei allen Arten von Identitätsdokumenten anzuwenden, also auch bei Kreditkarten. Die Kartenmaße betragen 85,6 x 53,98 Millimeter. Auf der Vorderseite der Karte befinden sich der Name der Karteninhaber:in, die Kreditkartennummer, Name und Logo der Bank, das Logo des Kreditkartennetzwerks und das Ablaufdatum der Karte.

Moderne Karten verfügen über verschiedene Sicherheitsmerkmale. Der goldene EMV-Chip, der seit 2011 in der EU vorgeschrieben ist, sorgt dafür, dass ohne Autorisierung per Kreditkarten-PIN kein Zugriff auf die Daten des Chips möglich ist. Durch die Datenverschlüsselung sind die Kreditkarten vor Duplizierung und Missbrauch geschützt. Hinzukommt das silberne Hologramm, das bei jedem Kreditkartenanbieter anders ist. Beim Visa-Hologramm ist beispielsweise eine Taube zu sehen, die scheinbar fliegt, wenn man die Karte bewegt; das Mastercard Hologramm zeigt zwei ineinandergreifende Weltkugeln mit Kontinenten, die sich beim Kippen der Karte zu bewegen scheinen, hinter den Weltkugeln erscheint mehrfach das Wort „Mastercard“. Bei den Karten von Mastercard befindet sich das Hologramm manchmal auch auf der Rückseite.

Auf neuen Kreditkarten ist zudem ein Kontaktlos- bzw. NFC-Symbol zu sehen, das auf den sogenannten NFC-Chip hinweist, der die kontaktlose Nutzung der Kreditkarte ermöglicht.

Auf der Rückseite der Karte sind die Kartenprüfnummer − auch Card Validation Code (CVC) genannt −, das Unterschriftfeld und der Magnetstreifen. Nimmt ein Händler nicht am EMV-Verfahren teil, wird auf die Daten auf dem Magnetstreifen zugegriffen.

Die Karteninhaber:innen müssen das Unterschriftfeld eigenhändig ausfüllen, nur dann besitzen Kreditkarten ihre volle Gültigkeit. Die Kartenprüfnummer wird bei Transaktionen im Internet nebst Kreditkartennummer und Gültigkeitsdatum abgefragt.

Der Aufbau einer Kreditkarte kann je nach herausgebendem Unternehmen abweichen. Das Hologramm befindet sich für gewöhnlich auf der Vorderseite, manchmal aber auch auf der Kartenrückseite. Unter UV-Licht können auf der Kartenvorderseite weitere Zeichen sichtbar werden, während auf der Rückseite teilweise weitere Angaben zum Herausgeber (Servicenummer und Adresse) vermerkt sind. Die Kartenprüfnummer ist in den meisten Fällen dreistellig, sie kann jedoch auch aus vier Ziffern bestehen. Teilweise sind vor der Prüfnummer die letzten vier Zahlen der Kartennummer aufgedruckt.

Kreditkartentypen

Es besteht eine enorme Vielfalt und ein riesiges Angebot an Kreditkarten zu verschieden Konditionen und damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Bevor du dich für eine Karte entscheidest, ist es daher wichtig, das für dich und deine Lebenssituation passende Modell herauszufinden.

Charge-Kreditkarten

Die Charge-Kreditkarte ist die in Deutschland am häufigsten genutzte Karte. Die Karteninhaber:innen verfügen über einen definierten Verfügungsrahmen und erhalten meist monatlich eine Kreditkartenabrechnung. Anschließend wird der Betrag mittels Lastschrift vom Girokonto, auch Referenzkonto genannt, abgebucht. Bei diesem Modell finanziert der Anbieter die Zahlungen sozusagen vor, die Nutzer:innen erhalten also einen Zahlungsaufschub, der wie ein kurzfristiges zinsloses Darlehen funktioniert. Bei einigen Kreditkarten lässt sich der Verfügungsrahmen durch eine Überweisung auf das Kreditkartenkonto erhöhen, gleichzeitig sind hierbei bei einigen Anbietern auch Guthabenzinsen möglich.

Revolving-Kreditkarten

Bei Revolving-Kreditkarten wird den Nutzer:innen wie bei der Charge-Kreditkarte ein bestimmter Verfügungsrahmen gestattet, allerdings müssen sie ihre Schulden nicht monatlich begleichen, sondern haben die Möglichkeit der Ratenzahlung. Dadurch entstehen Sollzinsen, die in der Regel sehr hoch ausfallen. Begleichen die Nutzer:innen ihre Schulden unmittelbar, entstehen keine zusätzlichen Kosten. Insbesondere in den USA ist das Revolving-Modell sehr beliebt, führt dort allerdings auch immer wieder zu hoher Überschuldung.

Prepaid-Kreditkarten

Prepaid-Kreditkarten sehen zwar aus wie Kreditkarten, sind aber im klassischen Sinne keine. Die Nutzer:innen erhalten von ihrem Finanzinstitut keinen Kreditrahmen und können die Karten lediglich nutzen, wenn sie sie vorher mit einem Guthaben aufgeladen haben. Dennoch sind sie ähnlich einsetzbar wie herkömmliche Kreditkarten. Karteninhaber:innen können damit Geld abheben, in Läden sowie im  Internet shoppen, Flüge buchen und Google- oder Apple-Pay nutzen. Schwierig wird es allerdings oft bei der Buchung von Hotelzimmern oder Mietwagen. Oftmals benötigt man dafür eine echte Kreditkarte, da Hoteliers und Autovermietungen fällige Kautionen von der Kreditkarte abbuchen. In solchen Fällen gilt oft: keine echte Kreditkarte, keine Sicherheit.     

Debit-Kreditkarten

Auch die Debit-Kreditkarte ist keine echte Kreditkarte, auch wenn sie oft als solche beworben wird. Wie auch bei der Prepaid-Karte wird den Karteninhaber:innen kein Kreditrahmen gewährt. Die ausgegebenen Beträge werden innerhalb von 24 Stunden vom Referenzkonto abgebucht. Dieser Kartentyp funktioniert also so ähnlich wie eine gängige Girokarte. Der Unterschied liegt darin, dass man mit Debit-Kreditkarten etwa online shoppen oder weltweit Geld abheben kann. Kautionshinterlegungen sind auch mit diesem Kartentyp problematisch. Der Vorteil der Debitkarten: Es besteht keine Gefahr der Überschuldung.

Krypto-Kreditkarten

Während Kryptowährungen früher meist etwas für IT-Nerds und risikoreiche Spekulanten waren, investieren heute oftmals auch eher vorsichtigere Anleger in die Digitalwährungen. Dennoch: In den alltäglichen Zahlungsverkehr hat Krypto bisher noch nicht so richtig Einzug gehalten. Krypto-Kreditkarten haben das Potenzial, das zu ändern. 

Auch in diesem Segment gibt es verschiedene Modelle. Die Karteninhaber:innen zahlen entweder direkt in Krypto oder indirekt, also durch die Umwandlung in klassische Währungen (Fiatwährungen). 

Bei den meisten Angeboten handelt es sich um Karten, die ähnlich wie Prepaid-Karten funktionieren. Die Nutzer:innen laden ihre Karte mit einer Kryptowährung auf, das Digitalgeld wird dann in Euro, Dollar oder eine sonstige Fiatwährung umgewandelt.  

Demgegenüber stehen echte Krypto-Kreditkarten, die mit einem Krypto-Wallet verbunden sind. Bei diesem Modell wird eine hinterlegte Digitalwährung zum aktuellen Kurs in Fiat umgewandelt. Es besteht zudem die Möglichkeit, den Zeitpunkt der Transaktion selbst festzulegen, um einen besonders günstigen Kurs zu wählen. Auf diese Weise können die Karteninhaber:innen die im Krypto-Bereich üblichen Kursschwankungen zu ihrem Vorteil nutzen.  

Die Kartenanbieter profitieren von den anfallenden Gebühren, etwa durch Währungsumrechnungen, Abhebe-, Einzahlungs- oder Kartenausstellungsgebühren. Nur die wenigsten Anbieter erheben eine Jahresgebühr.  

Wichtig bei der Auswahl einer Kreditkarte

Deine Kreditkarte sollte zu dir, deiner Finanzsituation und deinen Nutzungsabsichten passen. Das Kartenangebot ist riesig und mitunter unübersichtlich. Deshalb gibt es bei der Wahl der für dich geeigneten Kreditkarte verschiedene Aspekte, die du unbedingt beachten solltest. Entstehen bei Bargeldabhebungen Kosten, wo wird die Karte akzeptiert, wird eine Jahresgebühr erhoben? Dies sind nur ein Paar der Fragen, die du vor einer Antragstellung klären solltest. 

  • Kreditkarte mit Jahresgebühr
  • Bargeldabhebungen
  • Kostenfalle Sollzinsen
  • Kreditkarte ohne Girokonto

Kreditkarte mit Jahresgebühr

Heutzutage sind viele Kreditkarten ohne Jahresgebühr erhältlich. Eine Karte mit Jahresgebühr ergibt meist nur Sinn, wenn dadurch lohnende Zusatzleistungen eingeräumt werden, etwa Versicherungspakete, Mietwagenrabatte oder Prämienprogramme wie Payback oder Miles & More. Insbesondere für Vielreisende können solche Karten spannend sein. 

Einige Kreditkartenherausgeber erlassen ihren Kund:innen die Jahresgebühr lediglich im ersten Jahr, ab dem zweiten Jahr entstehen dann Kosten. Die grundsätzliche Befreiung der Jahresgebühr ist häufig an einen bestimmten Jahresumsatz oder regelmäßige Geldeingänge gebunden.

Bargeldabhebungen 

Bei der Bargeldabhebung können ungewollte Kosten entstehen, die je nach Kreditkarte unterschiedlich ausfallen. Deshalb solltest du dich vor einer Antragstellung mit den anfallenden Gebühren auseinandersetzen, damit es im Nachhinein nicht zu einer kostspieligen Überraschung kommt.

Bei Geldabhebungen außerhalb der Euro-Zone wird meist eine Fremdwährungsgebühr erhoben. Die Höhe dieser Gebühr variiert von Karte zu Karte, häufig liegt sie zwischen 1 % und 3 %. Insbesondere Weltreisende sollten deshalb darauf achten, dass diese Gebühr möglichst niedrig ist. Einige Geldautomaten außerhalb der Euro-Zone bieten eine direkte Umrechnung in Euro an. Darauf solltest du jedoch verzichten − der Kurs ist in der Regel schlechter als der Kurs der Bank oder des Kreditkartenanbieters. 

Bei einigen Karten fällt die Fremdwährungsgebühr auch ganz weg. Kosten können dann trotzdem entstehen: Manche Kreditkartenherausgeber oder Geldautomatenbetreiber veranschlagen für die Bargeldabhebung extra Gebühren. Die Automatenbetreiber sind jedoch verpflichtet, diese Zusatzkosten anzuzeigen. 

Ein weiterer wichtiger Punkt, den es vor Antragstellung zu beachten gibt: Einige Kreditkarten haben ein tägliches oder monatliches Abhebelimit, bei anderen Kartentypen musst du hingegen mindestens 50 Euro pro Vorgang abheben.  

Kostenfalle Sollzinsen 

Bei der Nutzung von Revolving-Kreditkarten mit monatlicher Teilrückzahlung fallen Sollzinsen an. Der Zinssatz liegt in der Regel zwischen 9 % und 20 %. Wählt man die monatliche Komplettzahlung, fallen die Zinsen weg. Achtung: Viele Revolving-Karten sind automatisch auf Teilrückzahlung eingestellt. Dies lässt sich im Online-Banking bzw. in der Mobile-App manuell umstellen. 

Auch bei Kreditkarten ohne Teilzahloption kann es bei überzogenem Dispo zu Sollzinsen kommen. Die Zinsen liegen meist bei 9 %. Bewegst du dich also häufig an der Grenze zum Dispo, solltest du bei der Wahl deiner Kreditkarte darauf achten, dass die Sollzinsen möglichst niedrig sind. 

Während viele Deutsche immer noch gerne klassisch mit Geld zahlen, greifen Menschen in Skandinavien und in Nordamerika viel häufiger zur Kreditkarte, auch bei kleineren Beträgen. Dennoch sind die Nutzung und die Akzeptanz von Kreditkarten in den letzten Jahren auch hierzulande deutlich gestiegen. Oft sind es nur noch kleinere Einzelhändler, die das Plastikgeld nicht akzeptieren.

Kreditkarte ohne Girokonto

Du besitzt bereits ein Girokonto, findest aber die Kreditkarten-Konditionen deiner Bank nicht ansprechend? Vielleicht eignet sich für dich ein Angebot eines anderen Anbieters. Der Vorteil: Du verschwendest keine Zeit mit dem Kontowechsel und den damit verbundenen Formalitäten, außerdem hast du auch weiterhin nur ein Girokonto und behältst so einen besseren Überblick über deine Ein- und Ausgaben. Deine Kreditkartenabrechnung wird per Lastschrift von deinem Girokonto beglichen.  

Eine Alternative zu den klassischen Kreditkarten ohne Girokonto sind Prepaid-Kreditkarten. Diese Karten lassen sich auch ohne SCHUFA-Prüfung beantragen, haben allerdings im Vergleich zu echten Kreditkarten ein begrenztes Leistungsspektrum – beispielsweise eignen sie sich in den meisten Fällen nicht zur Mietwagenbuchung. Die Aufladekarten sind besonders sinnvoll für Menschen mit geringem oder unregelmäßigem Einkommen und mit schlechter Bonität. Auch bei Auszubildenden und Studierenden sind sie sehr beliebt. 

Die Aufladekarten können auch von Jugendlichen unter 18 Jahren verwendet werden. Da Minderjährige nur bedingt geschäftsfähig sind, steht ihnen kein Kreditrahmen zur Verfügung. Sie können dann ausschließlich auf den Betrag zurückgreifen, den sie oder jemand anderes, beispielsweise die Eltern oder Großeltern, auf das Onlinekonto überwiesen haben. Einige Anbieter vergeben Prepaid-Kreditkarten bereits an Kinder ab 7 Jahren.  

Vor- und Nachteile von Kreditkarten

  • Sicheres Online-Shopping
  • International einsetzbar
  • Weltweite Bargeldverfügung
  • Bargeldloses Bezahlen im In- und Ausland
  • Zusatzleistungen, unter anderem Versicherungspakete und Prämienprogramme
  • Sie animieren Nutzer:innen zu mehr Konsum
  • Hohe Sollzinsen können zur Überschuldung führen
  • Personen mit vielen Kreditkarten haben eine geringere Kreditwürdigkeit
  • Werden Kreditkartenschulden nicht vertragsgemäß zurückgezahlt, droht ein negativer SCHUFA-Eintrag
  • Durch die Kartennutzung entstehen teilweise ungewollte Ausgaben
  • Online-Transaktionen hinterlassen Rückschlüsse über das Konsumverhalten der Karteninhaber:innen
  • Kreditkarten locken Betrüger an

Immer mehr Menschen greifen auf Kreditkarten als Zahlungsmittel zurück, auch bei Kleinstbeträgen, etwa beim Bezahlen im Café oder in der Bäckerei. Egal, ob on- oder offline, im In- oder Ausland – das Plastikgeld bietet eine Reihe von Vorteilen. In abertausenden Geschäften, Restaurants, Hotels, Autovermietungen und sonstige Dienstleistungsunternehmen können sie damit bezahlen – Tendenz steigend. 2019 gab es weltweit gut 23 Milliarden Kreditkarten, 2025 sollen es 30 Milliarden sein. 

Karteninhaber:innen kommen rund um den Globus und jederzeit an Geld. In den Weiten des Internets können sie zudem sicher shoppen. Viele Kreditkarten bieten darüber hinaus Zusatzleistungen: Payback-Sammler:innen bescheren sie zusätzliche Punkte, Vielflieger:innen Extra-Meilen, Autofahrer:innen Tankrabatte und Reisende freuen sich über umfangreiche Versicherungspakete. 

Oft lauern da, wo es Vorteile gibt, auch Nachteile und Risiken, und so ist es auch bei der Kreditkarte. Insbesondere unerwünschte Kosten, Überschuldung und die Kartensicherheit sind hierbei ein wesentlicher Faktor. Bei Karteninhaber:innen, die den Überblick über ihre Ein- und Ausgaben verlieren, kann sich die finanzielle Unabhängigkeit aufgrund hoher Sollzinsen schnell ins Gegenteil umkehren. Bei Zahlungen im Ausland können unerwünschte Gebühren anfallen. Vor einer Antragstellung sollte deshalb grundsätzlich ein prüfender Blick ins Preisverzeichnis der herausgebenden Bank geworfen werden. 

Ein weiteres Risiko: Kriminelle, die über manipulierte Geldautomaten und Kreditkartenterminals Daten stehlen und missbrauchen. Die Transaktion im Internet birgt ebenfalls Gefahren. Nutzer:innen hinterlassen im Netz nicht nur Informationen über ihr Einkaufsverhalten, die zu Werbezwecken missbraucht werden, sie setzen sich auch der Gefahr durch Hackerangriffe zum Klau der Kartendaten aus. 

All dies klingt zwar gefährlich, doch mit dem richtigen Kartenanbieter und einem gewissenhaften Umgang lassen sich diese Risiken minimieren. 

Sercan Kahraman

Erstellt von

Sercan arbeitet seit 2020 als SEO- und Content-Experte in der Finanzbranche. Als Gadget-Liebhaber erkannte er früh seinen eigenen Bedarf an einer Kreditkarte und nutzt diese inzwischen täglich, meist in Onlineshops und Buchungsportalen.

 

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Zuletzt aktualisiert am 17. November 2022

FAQ

Hier findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

Welche Voraussetzungen muss ich für eine Kreditkarte erfüllen?

Die Voraussetzungen sind von Anbieter zu Anbieter verschieden, für echte Kreditkarten mit Kreditrahmen (Charge- und Revolving-Karten) gilt in der Regel jedoch: Antragsteller:innen müssen ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben, mindestens 18 Jahre alt sein und über eine ausreichende Bonität verfügen.

 

Gibt es auch Kreditkarten für Jugendliche?

Jugendliche unter 18 Jahren erhalten ausschließlich Prepaid-Kreditkarten. Da sie nur eingeschränkt geschäftsfähig sind, dürfen sie keinen Kredit erhalten.

 

Erfolgt bei jeder Kreditkarte eine SCHUFA-Prüfung?

Bevor Banken Kreditkarten mit Verfügungsrahmen herausgeben, überprüfen sie mittels SCHUFA-Abfrage, ob der Antragsteller über eine ausreichende Bonität verfügt. Prepaid- und teilweise Debitkarten werden auch ohne SCHUFA-Prüfung vergeben.

 

Welche Kreditkartengesellschaften gibt es?

Die beiden größten Kreditkartengesellschaften sind Visa und Mastercard. Andere Anbieter sind American Express und Diners Club.