Im Alltag sind Kredit- und Debitkarten nahezu unverzichtbar. Sie werden in Kartenterminals gesteckt, durch Kartenleser gezogen oder kontaktlos genutzt und kommen dabei mit vielen Oberflächen und Händen in Berührung. Mit der Zeit sammeln sich Schmutz und Keime. Seit Corona ist das Hygienebewusstsein gestiegen. Eine regelmäßige Reinigung schützt auch die Funktionalität. In diesem Ratgeber erfährst du die wichtigsten Tipps zur richtigen Pflege.
Eine Karte, die täglich im Einsatz ist, sammelt schneller Schmutz an, als man denkt. Fett von den Fingern, Staub in der Geldbörse, Rückstände vom Kartenterminal. Das alles hinterlässt Spuren, die sich sowohl auf die Hygiene als auch auf die Funktionalität auswirken können.
Karten kommen regelmäßig mit fremden Händen und Kartenterminals in Kontakt. Dabei können sich Keime, Viren und Bakterien leicht ansammeln. Eine gezielte Reinigung sorgt für mehr Hygiene und reduziert mögliche Übertragungen.
Schmutz auf dem Magnetstreifen oder dem Mikrochip kann dazu führen, dass Kartenlesegeräte oder Kartenterminals die Karte nicht mehr korrekt erkennen. Fett, Klebereste oder Staub beeinträchtigen die Funktionalität und führen im schlimmsten Fall zu Problemen beim Bezahlen.
Ablagerungen und Kratzer lassen Karten schneller altern. Eine gepflegte Kreditkarten sieht nicht nur besser aus, sie hält auch länger und erspart so eine frühzeitige Neubeantragung.
Eine pauschale Regel gibt es hier nicht, aber folgende Empfehlungen sind sinnvoll:
Studien zeigen, dass seit der Pandemie viele Menschen ihre Karten häufiger reinigen. Laut einer Visa-Umfrage aus dem Jahr 2021 tun dies rund 62 % der Nutzenden bewusst. In der Post-Corona-Zeit dürfte diese Entwicklung jedoch wieder etwas rückläufig sein.
Bei der Reinigung zählt vor allem eines: Sie sollte gründlich, aber schonend erfolgen. Mit der richtigen Methode bleibt die Karte sauber und funktionsfähig.
Die sicherste Methode ist die Reinigung mit einem leicht angefeuchteten Mikrofasertuch:
Diese Methode entfernt Schmutz zuverlässig, ohne empfindliche Bereiche zu beschädigen.
Alternativ können Desinfektionstücher verwendet werden. Diese eignen sich besonders zur Desinfektion und helfen dabei, Bakterien und Viren zu reduzieren.
Dabei gilt:
Für die Reinigung von Kredit- und Debitkarten reichen einfache Haushaltsmittel völlig aus:
Auch Isopropylalkohol kann genutzt werden, sollte aber nur sparsam und nie direkt auf die Karte aufgetragen werden.
Nicht jedes Reinigungsmittel ist für Kreditkarten geeignet. Fehler können schnell zu Schäden am Plastikgeld führen.
Nicht nur die eigene Kreditkarte, auch Kartenlesegeräte und Kartenterminals sollten regelmäßig gereinigt werden. Gerade in Unternehmen, im Einzelhandel oder in der Gastronomie, wo Terminals täglich von vielen Personen genutzt werden, sind spezielle Reinigungskarten eine sinnvolle Investition.
Diese Karten ähneln optisch herkömmlichen Zahlungskarten, sind jedoch mit einer speziellen Reinigungsflüssigkeit getränkt. Sie werden wie eine normale Karte durch das Lesegerät gezogen und lösen dabei Schmutzpartikel sowie Ablagerungen im Inneren. Gleichzeitig kann die Anwendung Keime reduzieren und Lesefehlern vorbeugen. Auf lange Sicht lassen sich so auch die Lebensdauer der Geräte erhöhen und Wartungskosten senken.
Wer den Keimkontakt beim Bezahlen weiter reduzieren möchte, kann auch auf einige einfache Gewohnheiten setzen.
Moderne Kreditkarten ermöglichen kontaktloses Bezahlen per NFC. Dabei wird die Karte nur kurz an das Terminal gehalten, ohne direkten Kontakt zum Kartenleser.
Mit dem Smartphone kann die Kreditkarte digital genutzt werden. Dadurch entfällt der Kontakt mit Kartenterminals vollständig.
So banal es klingt: Regelmäßiges Händewaschen ist nach wie vor eine der effektivsten Schutzmaßnahmen. Wer auf saubere Hände achtet, reduziert auch die Keimübertragung auf Karte und Terminal.
Auch die richtige Aufbewahrung trägt zur langen Lebensdauer einer Kreditkarte bei. Karten sollten idealerweise in einem stabilen Kartenetui oder in einem eigenen Fach im Portemonnaie aufbewahrt werden und vor Kratzern durch Schlüssel oder Münzen geschützt sein. Auch Hitze, starke Feuchtigkeit und Magnetfelder, etwa durch Lautsprecher oder bestimmte Verschlüsse, können der Karte schaden und sollten deshalb vermieden werden.
Wer seine Karte regelmäßig auf sichtbare Abnutzung prüft, erkennt frühzeitig, wann ein Austausch sinnvoll ist. Tiefe Kratzer auf dem Magnetstreifen, ein beschädigter Chip oder nicht mehr lesbare Kartennummern sind klare Anzeichen dafür, dass eine neue Karte nötig ist. Die meisten Kartenanbieter stellen Ersatzkarten unkompliziert und schnell aus. Häufig reicht bereits ein kurzer Anruf oder eine Meldung über die Banking App.
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Hier findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.
Ja, Kreditkarten lassen sich problemlos desinfizieren. Am besten eignen sich Desinfektionstücher, mit denen die Oberfläche vorsichtig abgewischt wird. Flüssige Desinfektionsmittel sollten nicht direkt aufgetragen werden, um Schäden am Magnetstreifen oder Chip zu vermeiden. Anschließend sollte die Karte an der Luft trocknen.
Kreditkarten sind zwar gegen Spritzwasser geschützt, sollten aber nicht ins Wasser gelegt werden. Ein längeres Einweichen kann den Mikrochip oder den Magnetstreifen beschädigen. Für die Reinigung genügt ein leicht angefeuchtetes Tuch. Wichtig ist, die Karte danach an der Luft trocknen zu lassen.
Ja, Karten können Träger von Bakterien und Viren sein. Durch den ständigen Kontakt mit Händen und Geräten gelangen Keime leicht auf die Oberfläche. Dort können sie je nach Bedingungen eine gewisse Zeit überleben. Reinigung hilft, die Belastung zu verringern.
Der Chip einer Kreditkarte sollte besonders vorsichtig gereinigt werden. Am besten wird ein leicht angefeuchtetes Mikrofasertuch verwendet, um Schmutz sanft zu entfernen. Starkes Reiben oder aggressive Reiniger sollten vermieden werden. Danach einfach trocknen lassen.