FIFA World Cup 2026: Die besten Kreditkarten für Reisen nach Nordamerika
Premium- und Meilenkarten können sich lohnen, wenn du Lounge-Zugang, Versicherungen, Meilenschutz oder weitere Reiseleistungen aktiv nutzt. Für günstige Zahlungen in Fremdwährung brauchen sie jedoch oft eine Ergänzung. Für die meisten Reisenden ist eine Kombination aus Karte ohne Fremdwährungsgebühr, ausreichendem Kreditrahmen und zweiter Backup-Karte die solide Lösung.
Erstmalig drei Länder und drei Währungen: Warum die Wahl der WM-Kreditkarte wichtig ist
Die Fußballweltmeisterschaft verteilt sich dieses Mal auf 16 Austragungsorte: 11 in den USA, 2 in Kanada und 3 in Mexiko. Bezahlt wird in US-Dollar (USD), Kanadischen Dollar (CAD) und Mexikanischen Peso (MXN). Wenn du deinem Team durch mehrere Spielorte folgst, kommst du deshalb schnell mit mehreren Währungen in Berührung.
Genau hier entscheidet die Kreditkarte über spürbare Zusatzkosten. Bei jeder Zahlung außerhalb der Eurozone kann eine Fremdwährungsgebühr anfallen. Bei Hotels, Restaurants, Tickets, Transfers, Ausflügen und Mietwagen summieren sich diese Kosten über mehrere Wochen. Eine Karte, die in Deutschland gut funktioniert, ist deshalb nicht automatisch die passende Wahl für eine Nordamerika-Reise.
Fremdwährungsgebühr: Ein Hauptkostenfaktor
Die Fremdwährungsgebühr ist ein Aufschlag der kartenausgebenden Bank auf Zahlungen in einer anderen Währung als dem Euro. Je nach Anbieter liegt sie häufig bei rund 1 bis 2 %. Es gibt jedoch auch zahlreiche Karten, die auf diese Gebühr verzichten.
Eine Gebühr fällt nicht an, weil du im Ausland bist, sondern weil deine Zahlung in einer Fremdwährung abgerechnet wird. Zahlst du in den USA in US-Dollar, in Kanada in Kanadischen Dollar oder in Mexiko in Mexikanischen Peso, kann deine Karte diese Gebühr berechnen.
Gibst du während der WM-Reise 3.000 Euro per Karte aus, entsprechen 1,5 % Fremdwährungsgebühr rund 45 Euro. Bei 2 % sind es etwa 60 Euro. Mit Mietwagen, mehreren Hotelnächten und längeren Aufenthalten kann der Kartenumsatz deutlich höher liegen. Eine Karte ohne Fremdwährungsgebühr spart diese Kosten.
Bargeld in Nordamerika: Abheben kann doppelt kosten
Auch wenn du in Nordamerika vieles per Karte oder mobil per Smartphone bezahlen kannst, bleibt etwas Bargeld praktisch. Das gilt vor allem für Trinkgeld, kleinere Beträge oder Situationen, in denen Karten nicht akzeptiert werden, etwa auf Märkten, an kleinen Streetfood-Ständen, bei Straßenhändler:innen oder wenn du unterwegs ein Getränk an einem mobilen Verkaufsstand kaufst.
Beim Geldabheben gibt es zwei mögliche Kostenstellen. Erstens kann deine eigene Bank eine Abhebegebühr verlangen. Zweitens erheben viele Automatenbetreiber:innen vor Ort einen zusätzlichen Aufschlag.
Deshalb kann es sinnvoll sein, seltener und dafür etwas größere Beträge abzuheben. So verteilt sich eine feste Automatengebühr auf mehr Bargeld. Prüfe außerdem, ob deine Karte Barverfügungen sofort verzinst. Einige Anbieter berechnen für Bargeldabhebungen ab dem Buchungstag Sollzinsen, auch wenn die Karte beim Bezahlen gebührenfrei ist.
Debitkarte, Prepaid Kreditkarte, Charge Karte oder Revolving Kreditkarte?
Für Reisen nach Nordamerika ist nicht nur die Gebührenstruktur wichtig, sondern auch der Kartentyp. Die vier wichtigsten Modelle unterscheiden sich deutlich:
Debitkarte: Umsätze werden zeitnah direkt vom Giro- oder Verrechnungskonto abgebucht.
Prepaid Kreditkarte: Die Karte funktioniert auf Guthabenbasis. Du musst sie also vorher aufladen.
Charge Karte: Umsätze werden gesammelt und meist einmal monatlich vollständig abgebucht.
Revolving Kreditkarte: Die Karte bietet einen Kreditrahmen und erlaubt häufig eine Teilzahlung. Diese Teilzahlung kann Zinsen verursachen.
Der Unterschied wird besonders beim Hinterlegen von Kautionen relevant. Mietwagenfirmen und viele Hotels in den USA verlangen häufig eine Karte mit Kreditrahmen, um eine Kaution zu blockieren. Reine Debit- oder Prepaid-Karten können dafür abgelehnt werden, auch wenn die Online-Buchung zunächst funktioniert hat.
Wenn du einen Mietwagen planst oder Hotels mit Kaution buchst, solltest du deshalb mindestens eine Charge Karte oder Revolving Kreditkarte dabeihaben. Debit- und Prepaid-Kreditkarten eignen sich gut zum Bezahlen und Abheben, sind aber als einzige Reisekreditkarte riskant.
Sieben Kreditkarten für die WM-Reise im Überblick
Werfen wir nun einen Blick auf sieben Kreditkarten, die je nach Reiseprofil für die WM 2026 infrage kommen. Bei kostenlosen Revolving Kreditkarten solltest du besonders auf die Rückzahlung achten: Ist eine Teilzahlung voreingestellt, können hohe Sollzinsen entstehen. Stelle die Abrechnung deshalb möglichst auf vollständigen monatlichen Ausgleich um, sofern du keine Teilzahlung nutzen möchtest.
Kostenlose Kreditkarten mit Kreditrahmen
Diese Karten eignen sich vor allem, wenn du in Nordamerika gebührenarm zahlen und zusätzlich einen Kreditrahmen für Hotel- oder Mietwagenkautionen nutzen möchtest. Bei Revolving Kreditkarten solltest du die Rückzahlung prüfen und bei Bedarf auf vollständigen monatlichen Ausgleich umstellen.
Mit der GenialCard sind Kartenzahlungen weltweit ohne zusätzliche Gebühren möglich. Auch Bargeldabhebungen im Ausland erfolgen gebührenfrei. In Deutschland lassen sich kostenfreie Barverfügungen bei zahlreichen Partnerhändlern wie Aldi Süd, Netto, dm und Rossmann nutzen. Damit eignet sich die Visa Kreditkarte der Hanseatic Bank für unterschiedliche Alltagssituationen und auf Reisen.
Ein Vielfliegerprogramm oder integrierte Versicherungen sind nicht enthalten. Stattdessen besteht Zugang zur Hanseatic Vorteilswelt, in der über ein Gutscheinportal verschiedene Bonusangebote bereitgestellt werden.
Übrigens: Die Kreditkarte ist zunächst auf Ratenzahlung voreingestellt. Nachdem du die Karte in Empfang genommen hast, kannst du die Einstellung im Online-Banking oder in der Mobile App nach deinen Wünschen anpassen.
Die awa7 Visa Kreditkarte ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und kommt ohne feste Jahresgebühr aus. Auf Reisen bietet sie gebührenfreies Bezahlen und Abheben. Für Bargeldabhebungen im Inland empfiehlt sich die Nutzung des kostenlosen Visa Bargeldservice bei Partnerhändlern wie Aldi Süd, dm, Netto und Rossmann, um zusätzliche Gebühren zu vermeiden.
Zu Beginn kann eine zinsfreie Ratenzahlung über drei Monate genutzt werden. Im Anschluss ist eine flexible Teilrückzahlung ab 3 % oder mindestens 20 Euro monatlich möglich, die sich per App anpassen lässt. Wird der Kreditrahmen genutzt, fallen Sollzinsen von 18,77 % an, bei einem effektiven Jahreszins von 20,47 %. Eine vollständige Begleichung der Abrechnung reduziert die Zinsbelastung auf null.
Auf Vielfliegerprogramme und Versicherungsleistungen wird verzichtet. Dafür gibt es Cashback bei Buchungen über das Reiseportal Urlaubsplus sowie weitere Rabatte über die Vorteilswelt der Hanseatic Bank.
Debit- und Prepaid-Karten können beim Bezahlen und Abheben praktisch sein, bieten aber keinen klassischen Kreditrahmen. Für Mietwagen- oder Hotelkautionen solltest du deshalb zusätzlich eine Charge Karte oder Revolving Kreditkarte dabeihaben.
Trade Republic-Karte
Wahl zwischen virtueller und physischer Karte
Automatisches Anlegen von Beträgen durch „Round up“
1 % der Kartenzahlung mit „Saveback“ investieren
Girokonto mit 2 % Zinsen pro Jahr
Weltweite Zahlungen an allen Visa Akzeptanzstellen
Die Trade Republic Visa-Karte verknüpft Bezahlen und Sparen: Transaktionen können automatisch aufgerundet und in ETFs, Aktien oder Kryptowährungen investiert werden. Zusätzlich fließt mit „Saveback“ bis zu 1 % (max. 15 Euro/Monat) der Kartenzahlungen in einen Sparplan.
Für Online-Zahlungen steht eine virtuelle Karte zur Verfügung. Die physische Variante erlaubt weltweite Bargeldabhebungen – innerhalb Europas ab 100 Euro sogar gebührenfrei. Die Mirror Card bietet für 50 Euro nicht nur ein edles Design, sondern fungiert zugleich als Spiegel.
Das zugehörige Girokonto bietet 2 % Zinsen p. a. Das nicht-investierte Guthaben wird bei Partnerbanken wie der Deutschen Bank, J.P. Morgan SE oder HSBC geführt. Die Zuordnung erfolgt zufällig, ist aber in der App einsehbar. Wichtig: Die gesetzliche Einlagensicherung gilt bis 100.000 Euro – bestehende Konten bei derselben Bank werden dabei einbezogen. Wer beispielsweise bereits ein Konto bei der Deutschen Bank hat, sollte dies bei der Wahl berücksichtigen.
Ob sich die Revolut Ultra lohnt, hängt stark davon ab, wie intensiv die enthaltenen Leistungen genutzt werden. Das Jahresabo ist mit 650 Euro hochpreisig, entfaltet seinen Mehrwert jedoch vor allem dann, wenn die umfangreichen Versicherungen regelmäßig zum Einsatz kommen. Dazu gehören eine Ticketstornierungsversicherung für Einkäufe, eine Reisekrankenversicherung, Schutz für Wintersportaktivitäten, eine Mietwagenversicherung sowie eine Flug- und Gepäckverspätungsversicherung. Ergänzt wird das Paket durch eine Privathaftpflicht, die sich besonders für Vielreisende und Personen auszahlt, die beruflich oder privat häufig unterwegs sind.
Zusätzlich profitieren Ultra-Nutzende von Cashback, dem RevPoints-Bonusprogramm, Partnervergünstigungen und dem Wegfall von Fremdwährungsgebühren. Wer diese Vorteile kombiniert und aktiv nutzt, kann den hohen Preis teilweise oder vollständig kompensieren.
Neben dem Leistungspaket investiert Revolut kontinuierlich in die Sicherheit. Dazu zählt der Street Mode, eine Funktion, die Überweisungen außerhalb zuvor definierter vertrauenswürdiger Orte absichert. Transfers über dem persönlichen Limit werden dabei um eine Stunde verzögert und mit zusätzlichen Identitätsprüfungen versehen. Die Funktion soll Missbrauch erschweren, etwa nach einem Handydiebstahl oder bei erzwungenen Transaktionen.
Kurz gesagt: Die Ultra lohnt sich vor allem für alle, die viel reisen, regelmäßig Versicherungsleistungen benötigen und die zusätzlichen Vorteile wie Partnervergünstigungen aktiv ausschöpfen.
Ich nutze Revolut Ultra seit 2 Jahre. Bin bisher ziemlich zu frieden. Blos die Partnerschaften könnte man überarbeiten und z.B. Tinder beenden. Ich fände Urban Sports wäre eine sehr kluge Zusammenarbeit neben dem Classpass!
Es gibt durchaus einige Argumente, die für die PAYBACK Visa Kreditkarte auf Guthabenbasis sprechen. Die Karte ist im ersten Jahr kostenlos erhältlich, Zahlungen und Barverfügungen innerhalb des Euroraumes sowie in Schweden, Norwegen, der Schweiz und Rumänien sind zudem gratis. Anderswo fällt eine Fremdwährungsgebühr in Höhe von 1,75 % an.
Die Möglichkeit, mit der Karte PAYBACK Punkte zu sammeln, ist ein klarer Pluspunkt. Die gesammelten Bonuspunkte behalten übrigens dauerhaft ihre Gültigkeit. Voraussetzung ist, dass die Karteninhaber:innen weiterhin am PAYBACK Programm teilnehmen. Werden über einen Zeitraum von 3 Jahren keine PAYBACK Punkte gesammelt, verfallen sie. Zwar lockt PAYBACK neue Kund:innen mit einem Willkommensbonus, dieser fällt jedoch mit gerade einmal 150 Bonuspunkten eher mickrig aus. Bei anderen PAYBACK Karten erhalten Nutzer:innen auf Anhieb bis zu 3.000 Punkte gutgeschrieben. Ein Vorteil der Karte: Die Visa auf Guthabenbasis ist ohne SCHUFA-Auskunft erhältlich und ist deshalb eine gute Wahl für Personen mit schlechter Bonität.
Leider ist Geldabheben an vielen Automaten in Deutschland nicht möglich. Funktion nicht vorgesehen! Das geht gar nicht! Werde die Karte löschen!
Bewertet am 07. April 2025
KARL Heinz
Ich bin erstaunt über diese Aussage. Seit 2008 benutze ich diese Karte regelmäßig, sowohl im Inland als auch weltweit beinen Reisen problemlos. Autovermietungen, Hotels und Shopping. Selbst Mautgebühren in USA funktionierten problemlos.
Auch die Blockierung von Kautionen von Mietwagenfirmen auf der Karte z.B. in ganz Amerika, ohne Probleme.
Geldabhebungen selbst in Australien hat bisher immer funktioniert.
Selbstverständlich: Geld auf dem Kartenkonto ist Vorrausstzung.
Bewertet am 27. Mai 2026
Philipp Ollenschläger Kreditkarten.com Team
Hallo Karl Heinz,
vielen Dank für das Teilen der Erfahrungen mit der Karte. Schön zu hören, dass die Nutzung im Alltag und auf Reisen bislang so problemlos funktioniert hat.
Gerade bei Autovermietungen lohnt sich dennoch ein genauer Blick auf die Bedingungen. In einigen Ländern, etwa in Italien, verlangen viele Autovermietungen für Kaution und Anmietung eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen. Debit- oder Prepaidkarten, also Karten auf Guthabenbasis, werden dort oft nicht akzeptiert oder nur in Ausnahmefällen, teils zu schlechteren Konditionen.
Daher empfiehlt es sich, vor der Buchung immer direkt bei der Autovermietung zu prüfen, welche Kartenvariante akzeptiert wird. So lassen sich unangenehme Überraschungen bei der Fahrzeugabholung vermeiden.
Premium- und Meilenkarten richten sich vor allem an Reisende, die Zusatzleistungen wie Lounge-Zugang, Versicherungen oder Meilenvorteile aktiv nutzen. Für günstige Zahlungen in Fremdwährung lohnt sich je nach Karte eine gebührenarme Zweitkarte.
Die Amex Platinum lohnt sich vor allem, wenn du regelmäßig reist und die enthaltenen Reise-, Service- und Guthabenleistungen gezielt ausschöpfst. Dazu gehören unter anderem Lounge-Zugang, Statusvorteile bei ausgewählten Partnern, Reiseversicherungen und persönliche Unterstützung durch den Platinum Service.
Über Membership Rewards sammelst du bei vielen Kartenumsätzen Punkte, die du flexibel einlösen kannst. Möglich sind zum Beispiel Prämien, Reiseleistungen, Gutscheine, Zahlungen mit Punkten oder Transfers zu ausgewählten Partnerprogrammen.
Die Kartenkosten von 720 Euro pro Jahr sind ein zentraler Nachteil. Wer die jährlichen Guthaben konsequent nutzt, kann jedoch einen großen Teil davon rechnerisch ausgleichen: 200 Euro Online-Reiseguthaben, 200 Euro SIXT ride Fahrtguthaben, 150 Euro Restaurantguthaben und 100 Euro LODENFREY Shoppingguthaben ergeben zusammen bis zu 650 Euro.
Nicht ideal ist die Karte für häufige Bargeldabhebungen oder viele Zahlungen in Fremdwährung, da dafür Gebühren anfallen. Auch die Akzeptanz kann je nach Händler und Reiseland geringer sein als bei Visa oder Mastercard. Für Reisen kann daher eine zusätzliche Kreditkarte mit günstigeren Konditionen sinnvoll sein.
Ich bin seit Jahren überzeugter Nutzer der Platinum. Ein oft übersehener Vorteil, der auch in diesem Testbericht nicht erwähnt wird, ist der Valet-Parking-Service an Flughäfen. Die Karte bietet aus meiner Sicht einen enormen Mehrwert und ist jeden Cent wert. Absolut empfehlenswert!
Die Miles & More Gold Credit Card richtet sich besonders an Vielfliegende, die Wert auf eine Kombination aus solidem Reiseschutz, unbegrenzter Meilengültigkeit und zusätzlichen Serviceleistungen legen. Das integrierte Versicherungspaket deckt wichtige Leistungen auf Reisen ab und wird durch telemedizinische Unterstützung sinnvoll ergänzt.
Überaus nützlich ist die unbegrenzte Gültigkeit der gesammelten Prämienmeilen. Dadurch eignet sich die Karte sowohl für Personen, die regelmäßig fliegen und Meilen zeitnah einlösen, als auch für alle, die ihre Meilen langfristig ansparen möchten. Die Einbindung in Partnerprogramme wie Marriott Bonvoy ermöglicht zudem zusätzliche Vorteile in Hotels. Die gesammelten Meilen können flexibel genutzt werden, etwa für Prämienflüge, Upgrades oder Zahlungen über MilesPay.
Welche Karte zu dir passt, hängt von deinem Reiseverhalten ab. Zahlst du fast alles mit Karte, ist die Fremdwährungsgebühr der wichtigste Kostenpunkt. Brauchst du regelmäßig Bargeld, zählen zusätzlich Abhebekosten, Automatenaufschläge und mögliche Sollzinsen auf Barverfügungen.
Planst du einen Mietwagen, solltest du besonders auf den Kreditrahmen achten. Eine Debit- oder Prepaid-Kreditkarte kann beim Bezahlen funktionieren, wird aber bei Kautionen nicht immer akzeptiert. Eine Charge Karte oder Revolving Kreditkarte bietet hier mehr Sicherheit.
Zusatzleistungen wie Versicherungen, Lounge-Zugang oder Meilenprogramme lohnen sich nur, wenn du sie wirklich nutzt. Eine hohe Jahresgebühr rechnet sich nicht allein dadurch, dass eine Karte viele Leistungen enthält. Entscheidend ist, ob diese Leistungen zu deiner Reise passen und ob du sie ohne zusätzliche Bedingungen nutzen kannst.
Sinnvoll ist außerdem ein Backup. Nimm nach Möglichkeit zwei Karten unterschiedlicher Kartensysteme mit, zum Beispiel eine Visa und eine Mastercard von verschiedenen Anbietern. Bewahre sie getrennt auf, etwa eine im Portemonnaie und eine im Hotelsafe. So bleibst du zahlungsfähig, falls eine Karte gesperrt wird, verloren geht oder an einem Terminal nicht funktioniert.
DCC vermeiden: Immer in Landeswährung zahlen
Eine häufige Kostenfalle entsteht direkt am Kartenterminal oder Geldautomaten. DCC steht für „Dynamic Currency Conversion“, also die direkte Währungsumrechnung beim Bezahlen. Dabei fragt dich das Terminal, ob du in Landeswährung oder in Euro zahlen möchtest.
Die Euro-Option wirkt bequem, ist aber oft teurer. Der Grund: Die Umrechnung erfolgt dann nicht über den Wechselkurs deines Kartenanbieters, sondern über den Kurs des Terminals oder Händlers. Dieser Kurs kann einen deutlichen Aufschlag enthalten.
Wähle deshalb in den USA US-Dollar, in Kanada Kanadische Dollar und in Mexiko Mexikanische Peso. Wenn „EUR“ auf dem Display erscheint, prüfe die Auswahl genau oder starte den Vorgang neu. Nur bei Abrechnung in Landeswährung nutzt du den Vorteil einer Karte ohne Fremdwährungsgebühr vollständig.
Fazit: Entscheidend sind Gebühren, Kreditrahmen und Backup
Welche Kreditkarte zur WM 2026 passt, hängt von deinem Reiseverhalten ab. Zahlst du viel in Fremdwährung und brauchst eine Karte für Hotel- oder Mietwagenkautionen, kommen vor allem kostenlose Kreditkarten mit Kreditrahmen und vollständigem Ausgleich infrage. Wichtig ist dabei, eine mögliche Teilzahlung zu deaktivieren, wenn du keine Sollzinsen zahlen möchtest.
Debitkarten wie die Trade Republic-Karte oder ein Revolut-Ultra-Abo können beim Bezahlen, Abheben und Wechselkurs Vorteile bieten. Wegen des fehlenden Kreditrahmens eignen sie sich aber eher als Zweitkarte, wenn Mietwagen oder Hotelkautionen geplant sind. Prepaid Kreditkarten wie die PAYBACK Visa auf Guthabenbasis bieten Kostenkontrolle, sind in Nordamerika wegen Fremdwährungsgebühr und eingeschränkter Kautionsakzeptanz aber nur begrenzt geeignet.
Premium- und Meilenkarten können sich lohnen, wenn du Lounge-Zugang, Versicherungen, Meilenschutz oder weitere Reiseleistungen aktiv nutzt. Für günstige Zahlungen in Fremdwährung brauchen sie jedoch oft eine Ergänzung. Für die meisten Reisenden ist eine Kombination aus Karte ohne Fremdwährungsgebühr, ausreichendem Kreditrahmen und zweiter Backup-Karte die solide Lösung.
Parallel zu seinem Journalismus-Studium hat Philipp großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während seiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier hat er sich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kennt er schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen ihm sehr bei seiner Arbeit als Autor von Ratgebern und Analysen rund um Kreditkarten.
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Zuletzt aktualisiert am 3. Juni 2026
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Welche Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr eignet sich für die WM 2026?
Je nach Nutzungsverhalten können kostenlose Revolving Kreditkarten wie die Hanseatic Bank GenialCard oder die awa7 Visa. Sie verzichten laut Ausgangsdaten auf Jahres- und Fremdwährungsgebühr und bieten einen Kreditrahmen. Das kann bei Mietwagen- und Hotelkautionen hilfreich sein.
Warum brauche ich in den USA eine Kreditkarte mit Kreditrahmen?
Viele Mietwagenanbieter und Hotels blockieren Kautionen auf einer Karte mit Kreditrahmen. Reine Debit- oder Prepaid-Karten können dafür abgelehnt werden, auch wenn du damit grundsätzlich zahlen kannst. Mit einer Charge Karte oder Revolving Kreditkarte reduzierst du dieses Risiko.
Reicht eine Debitkarte für die Reise zur FIFA-WM 2026?
Zum Bezahlen und Abheben kann eine Debitkarte ausreichen. Als einzige Karte ist sie riskant, wenn du einen Mietwagen buchen oder Hotelkautionen hinterlegen musst. Nimm in diesem Fall zusätzlich eine Kreditkarte mit Kreditrahmen mit.
Brauche ich eine Kreditkarte als Backup?
Ja, das ist sinnvoll. Eine Visa und eine Mastercard von unterschiedlichen Anbietern erhöhen die Akzeptanz und schützen dich, falls eine Karte gesperrt wird, verloren geht oder an einem Terminal nicht funktioniert. Bewahre beide Karten getrennt auf.
Lohnt sich eine teure Premiumkarte für die WM?
Das hängt davon ab, ob du die Leistungen nutzt. Lounge-Zugang, Reiseversicherungen, Reiseguthaben oder Meilenschutz können den Preis rechtfertigen. Für günstige Zahlungen vor Ort brauchst du bei Karten mit Fremdwährungsgebühr aber häufig eine zusätzliche Karte ohne diesen Aufschlag.
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Ich nutze Revolut Ultra seit 2 Jahre. Bin bisher ziemlich zu frieden. Blos die Partnerschaften könnte man überarbeiten und z.B. Tinder beenden. Ich fände Urban Sports wäre eine sehr kluge Zusammenarbeit neben dem Classpass!