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Europäische PayPal-Alternative Wero kommt bei Sparkassen in Schwung

Wero kommt langsam in Fahrt. Rund eineinhalb Jahre nach dem Start verzeichnet der europäische Bezahldienst bei den Sparkassen knapp zwei Millionen Registrierungen. Entscheidend für den aktuellen Schub ist die Öffnung für den Online-Handel.

Europäische PayPal-Alternative Wero kommt bei Sparkassen in Schwung

Holpriger Start, neuer Auftrieb

Als europäische Alternative zu US-Anbietern wie PayPal oder Apple Pay ist Wero mit hohen Erwartungen gestartet. Hinter dem Bezahldienst steht die European Payments Initiative (EPI), ein Zusammenschluss großer europäischer Banken und Zahlungsdienstleister, darunter auch Sparkassen und Volksbanken.

Die Einführung verlief jedoch zunächst zäh. Zwar bewarben Banken und Sparkassen das Angebot intensiv, die Nutzung blieb anfangs überschaubar. Das Bild änderte sich erst, als Wero Ende 2025 den nächsten Entwicklungsschritt ging. Seitdem ist der Dienst nicht mehr nur für private Überweisungen nutzbar, sondern auch für Zahlungen in Online-Shops. Diese Erweiterung gilt als zentraler Treiber für die steigenden Registrierungszahlen – insbesondere im Sparkassen-Umfeld.

Online-Handel als Treiber

Nach Medienberichten haben sich inzwischen zwei Millionen Sparkassenkund:innen bei Wero angemeldet. Von anderen Kreditinstituten liegen keine vergleichbaren Zahlen vor. Klar ist jedoch: Der Funktionsausbau im E-Commerce hat maßgeblich zu diesem Meilenstein beigetragen.

Der Start im Online-Handel verlief zunächst schleppend. Anfang November war Wero ausschließlich beim Ticketanbieter Eventim verfügbar. Die EPI hatte angekündigt, bis Ende 2025 bei rund 150 großen Online-Händlern vertreten zu sein. Dieses Ziel sei nahezu erreicht worden, allerdings waren die Wero-Buttons in vielen Shops noch wenig sichtbar.

Diese Online-Shops akzeptieren Wero bereits

Aktuell ist die Auswahl an Shops noch überschaubar, wächst aber stetig. Derzeit lässt sich Wero in folgenden Online-Shops nutzen:

  • Eventim (Tickets)
  • Tedox (Renovieren & Deko)
  • FC Kaiserslautern (Fanshop)

Derzeit können ausschließlich Kund:innen der Sparkassen sowie der Volks- und Raiffeisenbanken mit Wero bezahlen. Kund:innen der Deutschen Bank und der Postbank sollen als Nächstes folgen, anschließend ING und Revolut.

Diese Anbieter sollen 2026 dazukommen

Im Laufe des Jahres 2026 soll Wero bei deutlich mehr großen Online-Händlern verfügbar sein. Geplant sind unter anderem:

  • Air Europa (Flüge)
  • Baur (Versandhandel)
  • Cewe (Fotoservice)
  • Cineplex (Kino-Tickets)
  • Decathlon (Sportartikel)
  • Dott (E-Scooter)
  • DPD Germany (Paketdienst)
  • Hornbach (Baumarkt)
  • Käfer (Feinkost)
  • Lidl (Non-Food)
  • Rossmann (Drogerie)
  • Veepee (Mode & Lifestyle)
  • Zooplus (Tierbedarf)

Zusätzlich laufen Gespräche mit Otto, Ikea und Zalando. Auch Kaufland aus der Schwarz-Gruppe dürfte perspektivisch hinzukommen.

Einfache Nutzung in der Sparkassen-App

Für Sparkassenkund:innen ist der Einstieg einfach: Wero ist direkt in die bestehende Banking-App integriert, eine separate Anwendung ist nicht nötig. Voraussetzung sind ein Girokonto, Online-Banking und ein aktuelles Smartphone. Im Online-Shop wird die Zahlung am PC per QR-Code in der Banking-App bestätigt. Auf dem Smartphone erfolgt die Autorisierung über eine direkte Weiterleitung. Technisch ist Wero damit auf Augenhöhe mit etablierten Lösungen.

Wero plant Ausbau im stationären Handel

Als nächster Entwicklungsschritt ist die Nutzung im stationären Handel geplant, voraussichtlich noch 2026. Das passt zum allgemeinen Trend: Immer mehr Menschen setzen auf mobile, kontaktlose Zahlungen. Eine Studie der EPI zeigt für Deutschland einen deutlichen Anstieg der täglichen Nutzung von 5 % im Jahr 2024 auf 11 % im Jahr 2025.

Darüber hinaus sind Bonusprogramme, Ratenzahlungen und eine geografische Expansion vorgesehen. Nach Deutschland, Frankreich und Belgien sollen unter anderem die Niederlande und Luxemburg folgen.

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Philipp Ollenschläger

Erstellt von

Parallel zu seinem Journalismus-Studium hat Philipp großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während seiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier hat er sich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kennt er schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen ihm sehr bei seiner Arbeit als Autor von Ratgebern und Analysen rund um Kreditkarten.

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Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2026

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