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Visa-Studie: Nur 60 % der Zahlungsbetrugsfälle werden angezeigt

Kriminelle Maschen im Internet nehmen aus Sicht vieler Verbraucher:innen spürbar zu. Doch obwohl viele sich im Betrugsfall an die Polizei wenden würden, bleibt ein erheblicher Teil der tatsächlichen Fälle ohne Anzeige. Das zeigt eine aktuelle Umfrage zur Sicherheit im Zahlungsverkehr im Auftrag von Visa.

Visa-Studie: Nur 60 % der Zahlungsbetrugsfälle werden angezeigt

Betrugsfälle bleiben häufig ungemeldet

Die repräsentative Online-Umfrage wurde im Mai 2025 vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Visa durchgeführt. Über 1.000 Verbraucher:innen in Deutschland nahmen daran teil. 18 % der Befragten gaben an, bereits Opfer eines Zahlungsbetrugs geworden zu sein. Zwar sagen 90 % der Personen, die noch nie betroffen waren, dass sie im Ernstfall Anzeige bei der Polizei erstatten würden, tatsächlich geschieht dies jedoch nur in 60 % der Fälle.

Visa sieht in der Anzeige von Betrugsfällen einen entscheidenden Schritt zur Eindämmung krimineller Aktivitäten. „Zahlungsbetrug zur Anzeige zu bringen, ist für die Betrugsbekämpfung ebenso wichtig wie die Meldung an die Bank“, sagt Tobias Czekalla, Deutschland-Chef bei Visa. Kriminelle nutzen immer wieder neue Methoden, darunter Phishing und gefälschte Zahlungsaufforderungen.

Wahrnehmung von Online-Betrug nimmt zu

82 % der Befragten berichten, dass sie sich in den vergangenen 12 Monaten einer wachsenden Zahl von Betrugsversuchen im Internet ausgesetzt sahen. Besonders häufig genannt wurden gefälschte Nachrichten von angeblichen Lieferdiensten, die 79 % bereits erhalten haben. 67 % gaben an, ähnliche Mitteilungen im Namen von Banken bekommen zu haben.

Darüber hinaus machten 42 % Erfahrungen mit dem sogenannten Enkeltrick oder mit Schocknachrichten. 37 % waren bereits mit betrügerischen Online-Shops konfrontiert. Auch neuere Betrugsformen sind zunehmend bekannt. 18 % der Teilnehmenden wurden bereits Ziel eines falschen Krypto- oder Finanzangebots, 54 % haben davon zumindest gehört. Der Begriff „Quishing“ ist 58 % der Befragten bekannt. Gemeint ist damit der Betrug mit manipulierten QR-Codes, zum Beispiel auf Parkautomaten oder in E-Mails. 8 % berichten von eigenen Erfahrungen mit dieser Methode.

Sicherheit hat oberste Priorität

Sicherheit ist für die Mehrheit der Befragten der wichtigste Faktor beim Bezahlen. Besonders in höheren Altersgruppen spielt dieser Aspekt eine große Rolle. Während 41 % der 18- bis 34-Jährigen Sicherheit als besonders wichtig einstufen, sind es bei den über 60-Jährigen 71 %.

92 % der Befragten erwarten von ihrer Bank eine aktive Aufklärung zu Sicherheitsfragen beim Bezahlen. Besonders gewünscht sind aktuelle Informationen über neue Betrugsformen und Hinweise zum Umgang mit verdächtigen Kontoaktivitäten. Bei den über 60-Jährigen liegt dieser Wert sogar bei 97 %.

Vertrauen in mobile Zahlmethoden wächst

Mit der zunehmenden Verbreitung mobiler Zahlungsmöglichkeiten steigt auch das Vertrauen in deren Sicherheit. 50 % der Befragten empfinden das Bezahlen per Smartphone oder Wearable inzwischen als sicher. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 37 %.

Weniger Vertrauen genießen Zahlungen per QR-Code, wie sie beispielsweise in Supermarkt-Apps zum Einsatz kommen. Nur 37 % der Befragten halten diese Methode für sicher. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 3 Prozentpunkte.

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Philipp Ollenschläger

Erstellt von

Parallel zu seinem Journalismus-Studium hat Philipp großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während seiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier hat er sich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kennt er schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen ihm sehr bei seiner Arbeit als Autor von Ratgebern und Analysen rund um Kreditkarten.

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Zuletzt aktualisiert am 22. Juli 2025

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