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Visa Payment Monitor 2025: Debitkarte wird zur Nummer 1 beim Bezahlen

Die aktuelle Ausgabe des „Visa Payment Monitor“ zeigt: Die Debitkarte ist erstmals das bevorzugte Zahlungsmittel in Deutschland. Bargeld verliert weiter an Bedeutung, während Smartphone-Zahlungen stetig zulegen. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach flächendeckend verfügbaren digitalen Bezahlmöglichkeiten.

Visa Payment Monitor 2025: Debitkarte wird zur Nummer 1 beim Bezahlen

Immer weniger Bargeld in den Portemonnaies

Laut der Studie wählen 38 % der Befragten am häufigsten die Debitkarte und damit deutlich häufiger als Bargeld (27 %) oder das Smartphone (23 %). Grundlage der Ergebnisse ist eine repräsentative Onlinebefragung von forsa unter 1 767 Personen ab 18 Jahren.

Bei der täglichen Nutzung liegen Debitkarte und Bargeld zwar weiterhin gleichauf: Je 83 % greifen regelmäßig darauf zurück. Doch fast die Hälfte führt Bargeld nur noch als Reserve mit sich (44 %), meist weniger als 50 Euro (50 %).

Mehrheit fordert flächendeckend digitale Zahlungsoptionen

Die Pläne der Bundesregierung, künftig überall mindestens eine digitale Zahlungsoption zusätzlich zu Bargeld vorzuschreiben, finden breite Unterstützung. 87 % begrüßen dieses Vorhaben, 71 % wünschen sich konkret die Möglichkeit, überall mit Karte oder Smartphone zahlen zu können. Fehlende Akzeptanz führt bereits heute zu Ausweichverhalten: 20 % meiden Geschäfte, die ausschließlich Barzahlung anbieten, bei den Unter-35-Jährigen sind es 31 %.

„Das Bezahlverhalten in Deutschland verändert sich, die Menschen erwarten Wahlfreiheit und digitale Bezahloptionen“, sagte Albrecht Kiel, Zentraleuropa-Chef bei Visa. Für den Handel sei dies eine klare Aufforderung, digitale Zahlungen umfassend bereitzustellen.

Smartphone-Zahlungen nehmen weiter zu

Der Monitor zeigt einen deutlichen Trend zur mobilen Nutzung. 32 % zahlen zumindest gelegentlich mit dem Smartphone, 2020 waren es 12 %. Rund ein Viertel (23 %) bevorzugt das Smartphone inzwischen sogar generell als Zahlungsmittel.

Besonders stark ist diese Entwicklung bei der Gen Z: 42 % nennen das Smartphone als bevorzugte Bezahlmethode, gefolgt von der Debitkarte (32 %) und Bargeld (18 %).
Insgesamt zahlen 37 % der Befragten im stationären Handel per Smartphone oder Wearable.

Terminal-Dichte weiterhin gering

Trotz einer wachsenden Akzeptanz digitaler Zahlungen bleibt die Infrastruktur aus Sicht vieler Befragter unzureichend. In Deutschland stehen pro 1 000 Einwohner:innen nur 18 Bezahlterminals zur Verfügung; in Polen etwa sind es mit 36 Geräten doppelt so viele. Immerhin zeigen sich Verbesserungen: Digitales Bezahlen wird seltener vermisst, etwa in kleineren Geschäften, auf Wochenmärkten oder in Cafés.

Interessant: Mehr als die Hälfte der Befragten (56 %) äußert noch Bedenken gegenüber Instant Payments, vor allem wegen der fehlenden Rückbuchungsmöglichkeit. 20 % würden Echtzeitüberweisungen daher gar nicht nutzen. Mit zunehmendem Alter verstärken sich diese Sorgen.Trotzdem greift jede:r Zweite (51 %) zumindest gelegentlich auf Instant Payments zurück, meist für schnelle Rechnungsausgleiche (66 %) oder Beträge über 50 Euro innerhalb des persönlichen Umfelds (47 %).

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Philipp Ollenschläger

Erstellt von

Parallel zu seinem Journalismus-Studium hat Philipp großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während seiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier hat er sich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kennt er schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen ihm sehr bei seiner Arbeit als Autor von Ratgebern und Analysen rund um Kreditkarten.

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Zuletzt aktualisiert am 25. November 2025

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