„Tap to Pay“ bei Klarna: Neue Bezahlfunktion mit ungewohntem Wording
Mit „Tap to Pay“ bringt Klarna eine neue Bezahlfunktion in seine App, die kontaktlose Zahlungen ohne zusätzliche Wallet erlaubt. Auffällig ist die Begriffswahl: Während der Begriff etwa im Apple-Ökosystem das Annehmen von Zahlungen beschreibt, steht er bei Klarna für das Bezahlen im Geschäft.
Um die Nutzung im stationären Handel zu stärken, bietet das schwedische Fintech Klarna nun „Tap to Pay“ an. Einkäufe lassen sich direkt in der App bezahlen, indem die Klarna-Karte geöffnet und optional ein Zahlungsplan gewählt wird. Anschließend wird das Smartphone an das Terminal gehalten. Der Zahlungsvorgang läuft per NFC und erfordert keine separate digitale Wallet.
So funktioniert das Klarna „Tap to Pay“ in der Praxis:
In der Klarna-App die gewünschte Karte öffnen und „Tap to Pay“ auswählen.
Das Smartphone an das Kartenlesegerät im Geschäft halten, bis der Kartenkauf abgeschlossen ist.
Für eine reibungslose Nutzung sollten sowohl das Betriebssystem als auch die Klarna-App aktuell sein.
Die Funktion baut auf der „Debit-first“-Klarna-Card auf, die inzwischen von mehr als 4 Millionen Verbrauchenden genutzt wird und über Visa Flexible Credential bei rund 150 Millionen Händlern weltweit akzeptiert ist. „Tap to Pay“ ist ab sofort in Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, den Niederlanden, Finnland, Belgien, Österreich, Irland, Portugal, Norwegen, Polen, Dänemark und Schweden verfügbar. Die Unterstützung für die Klarna-Kreditkarte folgt in Kürze.
Die Klarna Card ist eine Visa-Karte ohne Ausstellungs-, Jahres- und Fremdwährungsgebühren. Damit gehört sie zu den wenigen Karten, die dauerhaft ohne fixe Grundkosten genutzt werden können. Attraktiv sind zudem die flexiblen Zahlungsoptionen: Bei jedem Einkauf lässt sich entscheiden, ob der Betrag sofort beglichen oder innerhalb von 30 Tagen ausgeglichen wird. Alternativ sind Ratenzahlungen über bis zu 36 Monate möglich. Während sich diese Ratenzahlungen auf den SCHUFA-Score auswirken können, bleiben andere Transaktionen ohne Konsequenzen.
Die Klarna App stellt grundlegende Funktionen zur Verwaltung der Karte bereit und bietet eine kategorisierte Übersicht über sämtliche Ausgaben. Zusätzlich lässt sich die Karte mit mobilen Wallets wie Apple Pay und Google Pay verknüpfen, sodass Zahlungen bequem kontaktlos erfolgen können.
Als Nachteil ist zu nennen, dass Bargeldabhebungen mit der Klarna Card nicht möglich sind. Auch Versicherungsleistungen sind nicht enthalten. Damit eignet sich die Karte vor allem als gebührenfreie Ergänzung im Alltag, insbesondere für Auslandszahlungen oder als Zweitkarte.
Klarna stellt die bekannte „Tap to Pay“-Logik auf den Kopf
Klarna verwendet denselben Begriff jedoch für das genaue Gegenteil: Hier wird mit dem Smartphone bezahlt, indem das Gerät wie bei Apple Pay oder Google Pay an ein Kassenterminal gehalten wird. Das Wording, das Klarna gewählt hat, widerspricht damit der etablierten Nutzung des Begriffs und beschreibt keinen Empfang, sondern einen aktiven Zahlungsvorgang.
Parallel zu seinem Journalismus-Studium hat Philipp großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während seiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier hat er sich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kennt er schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen ihm sehr bei seiner Arbeit als Autor von Ratgebern und Analysen rund um Kreditkarten.
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Zuletzt aktualisiert am 3. Dezember 2025
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