Der Black Friday und der Cyber Monday sind vorbei – und erneut zeigen die Aktionstage, welche Bedeutung sie für den Handel haben. Trotz einer wirtschaftlich angespannten Lage blieb die Einkaufsstimmung im In- und Ausland gut. Das belegen die Daten der Finanztechnologie-Plattform Adyen.
Haushalte achten derzeit stärker auf ihre Ausgaben, dennoch fiel der Black Friday 2025 aus Sicht des Handels positiv aus. Online wie stationären Handel lagen die Warenkörbe deutlich über dem Niveau eines typischen Freitags, und auch im Vergleich zu 2024 wurden teils deutliche Zuwächse verzeichnet. Wie die aktuellen Adyen-Daten zeigen, verlagert sich ein Teil der Käufe zunehmend in die Tage vor dem Black Friday. Dennoch entfällt der größte Anteil der Transaktionen weiterhin auf den Freitag selbst.
Online erreichten die Transaktionen in Deutschland am 28. November um 21 Uhr ihren Höhepunkt. Im stationären Handel lag der Peak wie im Vorjahr am Samstag um 14 Uhr. Die wiederkehrenden Peak-Zeiten zeigen, dass sich bestimmte Einkaufsgewohnheiten etabliert haben, wodurch digitaler wie stationärer Handel ihre Abläufe präziser auf diese Phasen zuschneiden können.
Die durchschnittlichen Werte der Warenkörbe stiegen im Vergleich zu einem regulären Freitag um 10 % im stationären Handel und um 7 % online. Gegenüber dem Vorjahr lag das Plus bei 8 % beziehungsweise mehr als 30 %. Laut Adyen spricht dies für größere oder höherwertige Anschaffungen, die während der Rabattphase bewusst geplant oder gezielt vorgezogen wurden.
Besonders im Onlinehandel unterstreichen die Entwicklungen die anhaltende Bedeutung digitaler Vertriebskanäle. Selbst bei einer zurückhaltenden Konsumstimmung gelingt es den Shops, mit gezielten Angeboten hohe Warenkörbe zu generieren.
Die zeitliche Verteilung der Transaktionen blieb 2025 nahezu unverändert. Online erreichten viele Märkte ihren Peak weiterhin am Black Friday selbst, wenn auch zu unterschiedlichen Uhrzeiten.
Im stationären Handel lagen die Spitzenzeiten vielerorts am Samstag, häufig zwischen 12 und 17 Uhr. Ein Ausnahmefall blieb der US-Markt, wo der Peak am Black Friday um 13 Uhr auftrat. Diese Konstanz gibt Handelnden Orientierung bei Personal- und Ressourcenplanung.
Kontaktlose Zahlungen bleiben in Deutschland Standard. 84 % der Umsätze in Geschäften wurden kontaktlos abgewickelt – ein leichter, aber stabiler Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich wird Mobile Payment immer häufiger genutzt: Der Anteil stieg 2025 von 18 % auf 25 % und damit um 39 %.
Der internationale Vergleich zeigt, wie viel Bewegung in diesem Bereich steckt: Australien liegt mit 49 % vorn, gefolgt vom Vereinigten Königreich mit 46 % und Polen mit 42 %. Auch global setzt sich der Trend fort. Adyen verzeichnete weltweit einen Anstieg kontaktloser Transaktionen im stationären Handel auf 85 %. Gleichzeitig stieg der Anteil digitaler Wallets an den Kassen auf 33 % und damit deutlich gegenüber 21 % im Vorjahr.In digitalen Wallets sind meist Kreditkarten und Debitkarten hinterlegt, die somit auch online und mobil die Basis vieler Zahlungen darstellen.
Die Nutzung von Buy Now, Pay Later (BNPL) sank am Black Friday 2025 hierzulande erneut. 6,6 % der Online-Umsätze entfielen auf diese Methode, nach 7,2 % im Vorjahr. Betrachtet man alle Kanäle, lag der Anteil bei 5,1 %. Diese Werte zeigen, dass flexible Kurzzeitkredite zwar weiterhin genutzt werden, aber weniger stark als noch 2024.
International ist das Bild sehr unterschiedlich: In Großbritannien stieg der BNPL-Anteil um 22 %, während Polen mit 49 % einen drastischen Rückgang verzeichnete. Auch Italien und Australien lagen mit 20 % deutlich im Minus. Die Entwicklung verdeutlicht, wie eng das Zahlungsverhalten mit lokalen Rahmenbedingungen und etablierten Konsumgewohnheiten verknüpft ist.
Im deutschen Markt lag das Handelsvolumen am Black Friday 2025 beim 2,74-Fachen eines gewöhnlichen Freitags. Der Anstieg entspricht in etwa dem Niveau des Vorjahres. In anderen Ländern fiel das Wachstum deutlich stärker aus: Dänemark erreichte mit dem 6,11-Fachen den Spitzenwert, Spanien lag bei 4,47, weitere nordische Länder ebenfalls weit über Deutschland.
Diese Unterschiede spiegeln wider, wie unterschiedlich der Black Friday inzwischen global genutzt wird. Einige Länder setzen stark auf diesen einen Tag, während er in anderen lediglich Teil einer breiteren Rabattaktion ist.
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