Beim Loungezugang geht Revolut künftig einen Weg, den man bisher vor allem von American Express kennt. Statt nur den Zugang zu fremden Lounges zu vermitteln, will die Neobank eigene, gebrandete Flughafen-Lounges eröffnen. Für Vielreisende mit Premium-Abo könnte das den Loungezugang zu einem noch stärkeren Argument machen.
Den Anfang macht 2027 der Flughafen Kopenhagen (CPH). Dort soll die erste „Revolut Lounge“ entstehen. Nach Angaben des Unternehmens wird sie die größte Common-Use-Lounge im Schengen-Raum. „Common Use“ bedeutet, dass die Lounge nicht exklusiv einer einzelnen Fluggesellschaft vorbehalten ist.
Betrieben wird sie gemeinsam mit der Plaza Premium Group, die als Betriebs- und Investitionspartner einsteigt. Kopenhagen ist dabei nur der Auftakt. Revolut will das Konzept anschließend auf weitere wichtige europäische Flughäfen ausweiten.
Der Schritt erinnert an American Express und dessen Centurion Lounges. Statt den Loungezugang lediglich über externe Anbieter bereitzustellen, kann Revolut mit eigenen Lounges das gesamte Erlebnis selbst prägen. Das Unternehmen bestimmt etwa über Gestaltung, Ausstattung und Service und kann die eigene Marke so auch abseits der App für Kund:innen erlebbar machen.
Bei der American Express Platinum Card ist der Loungezugang seit Jahren ein zentraler Bestandteil des Leistungspakets. Sie kostet 720 Euro pro Jahr beziehungsweise 60 Euro pro Monat, ist anders als Revolut Ultra eine Kreditkarte und bietet neben dem Zugang zu den eigenen Centurion Lounges verschiedene jährliche Guthaben, darunter ein Reiseguthaben, ein Restaurantguthaben und ein Mobilitätsguthaben.
Vor allem bei Reisen zu zweit hat die Amex Platinum einen Vorteil. Über den Priority Pass der Hauptkarte kann eine Begleitperson kostenlos mit in eine teilnehmende Lounge. Revolut Ultra verlangt für Gäste hingegen eine zusätzliche Gebühr. Einschränkend kommt hinzu, dass Amex bei Neukund:innen mit Antrag seit dem 2. September 2024 nur noch 50 kostenlose Priority-Pass-Loungebesuche pro Jahr vorsieht.
Revolut steigt nicht erst jetzt ins Lounge-Geschäft ein, vermittelt bislang aber lediglich den Zugang zu Lounges von Drittanbietern. Nach eigenen Angaben können Kund:innen derzeit mehr als 1.600 Flughafen-Lounges weltweit nutzen. Die Konditionen hängen vom jeweiligen Abo ab:
Das Spitzen-Abo Ultra kostet in Deutschland 65 Euro pro Monat oder 650 Euro pro Jahr. Ob und in welchem Umfang der Zugang zur neuen Revolut Lounge an bestimmte Abo-Modelle gekoppelt wird, hat das Unternehmen bislang nicht kommuniziert. Offen sind zudem der genaue Eröffnungstermin, die Ausstattung und Zugangsbedingungen sowie die Frage, welche Flughäfen als Nächstes folgen.
Du reist regelmäßig und möchtest die Premium-Leistungen von Revolut nutzen? Dann kann sich ein Blick auf Revolut Ultra lohnen. Das Spitzen-Abo bündelt insbesondere verschiedene Reisevorteile:
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Ich nutze Revolut Ultra seit 2 Jahre. Bin bisher ziemlich zu frieden. Blos die Partnerschaften könnte man überarbeiten und z.B. Tinder beenden. Ich fände Urban Sports wäre eine sehr kluge Zusammenarbeit neben dem Classpass!