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Revolut erhält französische Banklizenz: Was das für deutsche Kund:innen bedeutet

Revolut stellt sein europäisches Bankgeschäft neu auf: Neben Litauen wird Frankreich zum zweiten Bankzentrum innerhalb der EU. Deutschland gehört zu den Märkten, die schrittweise unter die neue französische Bankgesellschaft wechseln sollen.

Revolut erhält französische Banklizenz: Was das für deutsche Kund:innen bedeutet

Revolut baut zweites EU-Bankzentrum auf

Mit der Vollbanklizenz für die Revolut Bank S.A. in Frankreich schafft das Fintech ein zweites Bankzentrum innerhalb der EU. Künftig soll Frankreich große westeuropäische Märkte übernehmen, während die Revolut Bank UAB in Litauen für weitere europäische Länder zuständig bleibt. Beide Gesellschaften stehen unter Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB).

Den Anfang macht Frankreich, anschließend sollen Deutschland, Irland, Italien, Portugal und Spanien folgen. Frankreich ist mit mehr als 7 Millionen Kund:innen inzwischen Revoluts größter Markt in der EU, weltweit zählt das Unternehmen über 75 Millionen Kund:innen. Nach eigenen Angaben investiert Revolut mehr als 1 Milliarde Euro in Westeuropa und will dort über 600 neue Stellen schaffen. Die westeuropäische Zentrale in Paris soll 2027 eröffnen. Parallel zur Expansion will Revolut seine Produkte stärker an die jeweiligen lokalen Märkte anpassen.

Deutschland soll unter die französische Bank wechseln

Aktuell bist du als Revolut-Kund:in in Deutschland Kund:in der Revolut Bank UAB, Zweigniederlassung Deutschland, mit Sitz in Berlin. Die zugrunde liegende Bank hat ihren Sitz allerdings in Vilnius und verfügt über eine litauische Banklizenz. Diese Struktur dürfte sich mit der geplanten Migration ändern, denn Deutschland ist ausdrücklich Teil des angekündigten Wechsels. Wann die Umstellung hierzulande beginnt, hat Revolut bislang nicht mitgeteilt.

Für deutsche Revolut-Kund:innen sind vor allem zwei Punkte relevant. Zum einen könnte sich der Vertragspartner ändern: Statt der litauischen Gesellschaft könnte künftig eine deutsche Niederlassung der französischen Revolut Bank S.A. hinter dem Angebot stehen. Zum anderen betrifft der Wechsel voraussichtlich die Einlagensicherung. Derzeit sind Einlagen bei der Revolut Bank UAB über die litauische Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt. Nach einer Übertragung auf die französische Gesellschaft dürfte grundsätzlich die französische Einlagensicherung greifen, ebenfalls bis zu 100.000 Euro. Wie Revolut die Migration in Deutschland konkret umsetzt, steht jedoch noch nicht fest.

Die neue Lizenz bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die deutsche IBAN verschwindet. Wer in Deutschland lebt und bereits eine IBAN mit „DE“ nutzt, wird derzeit über die deutsche Zweigniederlassung der Revolut Bank UAB betreut. Eine französische Banklizenz führt daher nicht zwangsläufig dazu, dass deutsche Kund:innen künftig eine französische IBAN erhalten.

Mit der neuen Banklizenz kann Revolut sein Angebot in Westeuropa stärker um lokale Bankprodukte wie Kredite und regulierte Sparangebote erweitern. Welche Veränderungen damit konkret für Deutschland verbunden sind, bleibt abzuwarten.

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Philipp Ollenschläger

Erstellt von

Parallel zu seinem Journalismus-Studium hat Philipp großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während seiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier hat er sich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kennt er schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen ihm sehr bei seiner Arbeit als Autor von Ratgebern und Analysen rund um Kreditkarten.

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Zuletzt aktualisiert am 12. August 2026

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