Pilotprojekt in Spanien: Revolut bringt erste eigene Geldautomaten
Seit Beginn dieses Monats betreibt Revolut erstmals eigene Geldautomaten, zunächst ausschließlich in Spanien. Der Ausbau auf bis zu 200 Standorte soll den Alltag der Kund:innen erleichtern und neue Services zugänglich machen. Für 2026 ist der Start in Deutschland geplant.
Mit dem Schritt will Revolut eines der traditionellsten Elemente des Bankwesens modernisieren: den Geldautomaten. Diese sollen als physische Kontaktpunkte dienen, die das Vertrauen stärken und den Zugang zu Bargeld vereinfachen. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen das Ziel, digitale Services erlebbar zu machen und die Markenpräsenz zu erweitern.
„Die Einführung unseres eigenen Geldautomaten-Netzwerks ist ein entscheidender Schritt, um die Vision von Revolut näher an unsere Kunden heranzubringen“, sagte Manjot Bhatia, Operating Partner bei Revolut. Ziel sei es, einen nahtlosen Zugang zu Finanzdienstleistungen zu schaffen und dabei die physisch-digitale Lücke zu schließen. Mit der Neuausrichtung klassischer Geldautomaten wolle Revolut zugleich die Markenpräsenz stärken und das Fundament für weiteres Wachstum in Europa legen.
Digitale Vorteile am physischen Kontaktpunkt
Revolut Kund:innen können an den neuen Automaten gebührenfrei Bargeld abheben, sowohl im Inland als auch bei internationalen Transaktionen, sofern sie sich innerhalb der jeweiligen Limits ihres Kontomodells bewegen. Bei Abhebungen in Fremdwährungen gelten die aus der App bekannten Wechselkurse.
Zusätzliche Funktionen umfassen die Ausgabe neuer physischer Karten direkt am Automaten sowie die Anzeige des aktuellen Kontostands. Abhebungen sind sowohl mit physischer Karte als auch kontaktlos möglich.
Die Geräte verfügen über ein barrierearmes Design mit individuell einstellbarem 32-Zoll-Touchscreen und unterstützen zahlreiche Sprachen – darunter Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch. Für zusätzliche Sicherheit sorgt End-to-End-Verschlüsselung; perspektivisch soll die Authentifizierung per Gesichtserkennung eingeführt werden.
Automaten auch ohne Revolut-Karte nutzbar
Auch Personen ohne Revolut-Konto können die Automaten nutzen, und das zu marktüblichen Konditionen. Es besteht zudem die Möglichkeit, direkt vor Ort ein Revolut-Konto zu eröffnen.
Die Automaten sind vollständig in die Revolut-App eingebunden: Standorte, Öffnungszeiten und Wegbeschreibungen lassen sich dort abrufen. Langfristig ist auch die Möglichkeit vorgesehen, Bargeld einzuzahlen. Nach dem Start in Spanien plant Revolut eine Ausweitung auf weitere europäische Märkte – unter anderem Deutschland, Italien und Portugal – ab 2026.
Die Revolut-Kontomodelle im Überblick
Revolut stellt verschiedene Kontomodelle zur Verfügung, die sich in Leistungsumfang und Zusatzangeboten unterscheiden. Je nach gewähltem Abo profitieren Kund:innen unter anderem von besseren Sammelraten für RevPoints, Cashback oder zusätzlichen Versicherungsleistungen.
Revolut Standard
Kostenfreies Basiskonto mit digitaler und optional physischer Debitkarte
RevPoints: 1 Punkt je 10 Euro Kartenumsatz
Gebührenfreie Bargeldabhebungen bis zu 200 Euro pro Monat
Revolut bietet hier ein Konto samt Debitkarte, das sowohl zum Abheben von Bargeld als auch für bargeldloses Bezahlen genutzt werden kann. Im Alltag lässt sich damit weitgehend auf Bargeld verzichten, und das Basisangebot kommt ohne monatliche Kosten aus. Für den Kartenversand fällt lediglich eine einmalige, überschaubare Gebühr an. Darüber hinaus berechnet Revolut 2 % für Bargeldabhebungen oberhalb der monatlichen 200-Euro-Freigrenze. Das Wechsellimit liegt bei 1.000 Euro pro Monat, für darüber hinausgehende Beträge wird eine Gebühr von 0,5 % fällig. Da Revolut bei der Kontoeröffnung keine SCHUFA-Abfrage durchführt, eignet sich das Konto auch für junge Menschen oder Personen mit eingeschränkter Bonität.
Neben den Kostenstrukturen legt Revolut zunehmend Wert auf Sicherheit. Das Unternehmen erweitert sein Schutzsystem laufend, zuletzt mit dem standortbasierten „Street Mode“. Diese Funktion ergänzt die bestehende Wealth-Protection-Funktion und soll verhindern, dass Überweisungen unter Zwang oder nach einem Handydiebstahl ausgeführt werden. Nach der Aktivierung lassen sich vertrauenswürdige Orte wie das eigene Zuhause festlegen. Erfolgt eine Überweisung über dem persönlichen Limit außerhalb dieser Zonen, wird der Transfer um eine Stunde verzögert und durch zusätzliche Identitätsprüfungen abgesichert. So bleibt mehr Zeit, um im Ernstfall zu reagieren und unbefugte Transaktionen zu stoppen.
Revolut Plus ist generell ein empfehlenswertes Produkt. Allerdings gilt die Empfehlung nicht uneingeschränkt. Insbesondere Familien mit bis zu zwei Kindern sind Profiteure. Der Nachwuchs lernt dabei den Umgang mit Bezahlkarten. Dies ist eine gute Vorbereitung auf eine Welt, in der Bargeld an Bedeutung verliert. Die Ausstellung der ersten beiden Revolut Plus Kreditkarten ist gratis, was für Paare perfekt ist.
Ein weiteres Highlight in unserem Testbericht ist das kostenlose Geldabheben. Im Vergleich zu den teureren Abos verringert sich die Summe auf 200 Euro monatlich. Bis zu dieser Grenze beziehst du weltweit Bargeld für 0 % Gebühren. Danach fallen 2 % an. Auf Wunsch lässt sich die Debitkarte übrigens personalisieren. Die Versicherungsleistungen sind übersichtlich. Auf Reiseschutz verzichtet Revolut bei diesem Angebot vollständig.
Hervorzuheben sind jedoch die wachsenden Sicherheitsfunktionen von Revolut. Neben Echtzeitbenachrichtigungen und biometrischen Prüfungen bietet die App mit dem Street Mode eine zusätzliche Schutzebene. Nach Aktivierung werden Überweisungen oberhalb eines frei wählbaren Limits außerhalb definierter Orte, etwa Zuhause oder am Arbeitsplatz, automatisch um eine Stunde verzögert und mit einer Extra-Verifizierung versehen. Dieser Mechanismus soll verhindern, dass Geld nach Diebstählen oder unter Zwang unbemerkt abfließt.
Ein weiterer zentraler Bestandteil des Premium-Pakets ist das integrierte Versicherungspaket. Dazu gehören eine Auslandskrankenversicherung, Käuferschutz, Ticket- und Erstattungsschutz sowie eine Gepäck- und Flugverspätungsversicherung. Ergänzend profitieren Premium-Nutzende von Rabatten für Flughafenlounges, kostenlosem Zugang bei Flugverspätungen und Cashback auf Reisebuchungen. Zwei Kinderkonten sind ebenfalls enthalten; Eltern können Ziele und Aufgaben festlegen, um den Umgang mit Geld alltagsnah zu vermitteln.
Neben diesen Leistungen investiert Revolut stark in Sicherheitsfunktionen, die über das übliche Bankniveau hinausgehen. Dazu zählt der neue Street Mode, der den Schutz bei mobilen Überweisungen erhöht. Die Funktion arbeitet standortbasiert: Nach der Aktivierung lassen sich vertrauenswürdige Orte wie das eigene Zuhause oder der Arbeitsplatz definieren. Erfolgt eine Überweisung über einem selbst festgelegten Limit außerhalb dieser Zonen, wird sie um eine Stunde verzögert und erfordert zusätzliche Identitätsprüfungen. So soll verhindert werden, dass Kriminelle nach einem Handydiebstahl oder unter Zwang Transaktionen auslösen können.
Die Revolut Metal richtet sich an anspruchsvolle, digitalaffine Personen, die Wert auf Flexibilität, internationale Einsatzmöglichkeiten und moderne App-Funktionen legen. Besonders Vielreisende profitieren von kostenfreien Bargeldabhebungen bis 800 Euro monatlich, gebührenfreien internationalen Überweisungen und dem Zugang zu über 150 Währungen zum Interbankensatz. Auch Familien können durch die Verknüpfung von bis zu fünf Kinderkonten sowie durch Co-Parenting-Funktionen Mehrwert erzielen.
Zu den Stärken zählen das umfangreiche Versicherungspaket, Cashback- und Bonusprogramme, eine intuitive App mit Budget- und Analysetools sowie die Integration von Apple Pay und Google Pay. Schwächen zeigen sich in der monatlichen Gebühr von 13,99 Euro, den begrenzten Freikontingenten für Bargeldabhebungen und internationalen Überweisungen sowie in fehlenden Leistungen wie einer Reiseabbruch- oder Reiserücktrittsversicherung.
Im Alltag überzeugt die Karte durch einfache Handhabung, weltweite Akzeptanz und ein breites Spektrum an Zusatzfunktionen. Zusätzlich stärkt Revolut die Sicherheit, was insbesondere bei einer Premiumkarte relevant ist. Neben klassischen Maßnahmen wie biometrischen Prüfungen oder Echtzeitbenachrichtigungen bietet Revolut inzwischen auch den Street Mode. Diese Funktion ergänzt die bestehende Sicherheitsstruktur um eine standortbasierte Schutzebene: Überweisungen über einem selbst festgelegten Limit werden außerhalb definierter vertrauenswürdiger Orte um eine Stunde verzögert und durch eine zusätzliche Identitätsprüfung abgesichert. So sollen erzwungene Transfers und Betrugsversuche nach einem Handydiebstahl wirksam erschwert werden.
Für Reisen bietet die Metal-Karte somit finanzielle Vorteile, Komfort und ein erhöhtes Sicherheitsniveau. Auch beim Online-Shopping profitieren Nutzende von Käuferschutz und Cashback. Insgesamt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis für Vielnutzende und Reisende attraktiv, während Gelegenheitsnutzende die monatlichen Kosten sorgfältig abwägen sollten.
Ob sich die Revolut Ultra lohnt, hängt stark davon ab, wie intensiv die Leistungen genutzt werden. Das Jahresabo ist mit 600 Euro hochpreisig, entfaltet seinen Mehrwert jedoch vor allem dann, wenn die umfangreichen Versicherungen regelmäßig zum Einsatz kommen. Dazu gehören unter anderem eine Ticketstornierungsversicherung für Einkäufe, eine Reisekrankenversicherung, Schutz für Wintersportaktivitäten, eine Mietwagenversicherung sowie eine Flug- und Gepäckverspätungsversicherung. Ergänzt wird das Paket durch eine Privathaftpflicht – ein Vorteil, der sich insbesondere für Vielreisende und Personen auszahlt, die beruflich oder privat häufig unterwegs sind.
Zusätzlich profitieren Ultra-Nutzende von Cashback, dem RevPoints-Bonusprogramm, Partnervergünstigungen und dem Wegfall von Fremdwährungsgebühren. Wer diese Vorteile kombiniert und aktiv nutzt, kann den hohen Preis teilweise oder vollständig kompensieren.
Neben dem Leistungspaket investiert Revolut weiterhin stark in die Sicherheit. Dazu zählt der Street Mode, eine neue Funktion, die Überweisungen außerhalb zuvor definierter vertrauenswürdiger Orte absichert. Transfers über dem persönlichen Limit werden dabei um eine Stunde verzögert und mit zusätzlichen Identitätsprüfungen versehen. Die Funktion soll Missbrauch erschweren – etwa nach einem Handydiebstahl oder bei erzwungenen Transaktionen.
Kurz gesagt: Die Ultra-Karte lohnt sich vor allem für alle, die viel reisen, regelmäßig Versicherungsleistungen benötigen und die zusätzlichen Vorteile wie die Vergünstigungen bei Partnerfirmen aktiv ausschöpfen.
Ich nutze Revolut Ultra seit 2 Jahre. Bin bisher ziemlich zu frieden. Blos die Partnerschaften könnte man überarbeiten und z.B. Tinder beenden. Ich fände Urban Sports wäre eine sehr kluge Zusammenarbeit neben dem Classpass!
Kirill hat Rechtswissenschaften studiert und investiert bereits seit 2012 in Aktien und seit 2016 in Kryptowährungen. Er hat mehrere offizielle Publikationen bei dem bekannten Digital-Magazin t3n, war Chefredakteur bei Blockchainwelt.de und Coin-Ratgeber.de und wurde mehrfach für den Black Bull Award von Finanzkongress.de nominiert. Privat setzt er primär auf Kreditkarten mit zahlreichen Perks und gutem Cashback und will sein Wissen mit unseren Leser:innen teilen.
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Zuletzt aktualisiert am 10. Juni 2025
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