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Reisebuchung mit KI: Mastercard will den Bezahlprozess automatisieren

Mastercard und die Reiseplattform Trip.com wollen künstliche Intelligenz stärker in den Buchungsprozess integrieren. Ein KI-Assistent soll künftig nicht nur passende Reiseangebote finden, sondern mit Zustimmung der Reisenden auch Buchungen und Zahlungen durchführen können. Der schrittweise Start ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Reisebuchung mit KI: Mastercard will den Bezahlprozess automatisieren

KI soll von der Suche bis zur Zahlung begleiten

Über Trip.com können Reisende Flüge, Hotels und weitere Leistungen rund um ihre Reise buchen. Die Plattform ist nach eigenen Angaben in 24 Sprachen sowie in 39 Ländern und Regionen verfügbar und bündelt Angebote von mehr als 1,7 Millionen Hotels und über 600 Fluggesellschaften.

Gemeinsam mit Mastercard und dem Zahlungsdienstleister Network International will Trip.com die Rolle von KI im Buchungsprozess nun erweitern. Im Mittelpunkt steht TripGenie, der KI-Assistent des Reiseportals. Dieser unterstützt Reisende bereits bei der Planung und Suche nach Angeboten. Künftig soll die KI weitere Schritte übernehmen können, bis hin zur Buchung und autorisierten Zahlung.

Der Ansatz folgt dem Prinzip des Agentic Commerce. Dabei agiert die KI nicht nur beratend, sondern kann innerhalb zuvor festgelegter Regeln konkrete Aufgaben ausführen. Voraussetzung für einen Kauf bleibt eine entsprechende Freigabe durch die reisende Person.

Mastercard bereitet Zahlungen durch KI-Agenten vor

Mastercard arbeitet bereits seit Längerem daran, Zahlungen durch KI-Agenten in bestehende Bezahlprozesse einzubinden. Dabei geht es unter anderem darum, einen Agenten eindeutig zu identifizieren und sicherzustellen, dass er tatsächlich im Auftrag der Karteninhaber:innen handelt.

Mit Mastercard Agent Pay hat der Zahlungsdienstleister dafür eine eigene Infrastruktur geschaffen. KI-Agenten sollen registriert und Zahlungen mithilfe tokenisierter Zahlungsinformationen abgewickelt werden können. Wie solche Transaktionen in der Praxis funktionieren können, haben Santander und Mastercard bereits mit einer agentischen Kartenzahlung in Europa gezeigt. Dabei führte ein KI-Agent die Zahlung innerhalb zuvor festgelegter Berechtigungen und finanzieller Grenzen aus.

Für zusätzliche Nachvollziehbarkeit entwickelt Mastercard gemeinsam mit Google das Verfahren „Verifiable Intent“. Damit soll dokumentiert werden, wer einen KI-Agenten autorisiert hat, welchen Auftrag die Person erteilt hat und welche Transaktion daraus entstanden ist. Im Streitfall könnte sich so überprüfen lassen, ob ein Kauf tatsächlich den Vorgaben der Karteninhaber:innen entsprach.

Viele Details zum Marktstart sind noch offen

Wie eigenständig der KI-Assistent von Trip.com künftig handeln darf, ist bislang nicht im Detail bekannt. Mastercard und Trip.com betonen, dass Transaktionen nur mit Autorisierung der Reisenden erfolgen sollen. Offen ist jedoch beispielsweise, wann eine zusätzliche Bestätigung erforderlich wird und welche Ausgabenlimits gelten.

Auch zu unterstützten Karten und Banken, möglichen Gebühren sowie zum Umgang mit Stornierungen, Fehlbuchungen oder Rückbuchungen gibt es bislang keine konkreten Angaben. Ebenso ist noch nicht bestätigt, ob Flüge und Hotels direkt zum Start über den neuen agentischen Prozess gebucht und bezahlt werden können.

Für die Akzeptanz von KI-Agenten dürfte entscheidend sein, wie viel Kontrolle bei den Nutzer:innen verbleibt. Untersuchungen zeigen zwar Interesse an KI-Unterstützung auf Reisen, bei eigenständigen Entscheidungen und Zahlungen spielen Transparenz und klar definierte Grenzen jedoch eine wichtige Rolle.

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Kirill Seregin Profilfoto

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Kirill hat Rechtswissenschaften studiert und investiert bereits seit 2012 in Aktien und seit 2016 in Kryptowährungen. Er hat mehrere offizielle Publikationen bei dem bekannten Digital-Magazin t3n, war Chefredakteur bei Blockchainwelt.de und Coin-Ratgeber.de und wurde mehrfach für den Black Bull Award von Finanzkongress.de nominiert. Privat setzt er primär auf Kreditkarten mit zahlreichen Perks und gutem Cashback und will sein Wissen mit unseren Leser:innen teilen.

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Zuletzt aktualisiert am 17. September 2026

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