Kontaktloses Bezahlen mit Karte gehört in Deutschland längst zum Alltag, doch auch das Smartphone holt an der Kasse deutlich auf. Laut der repräsentativen Postbank-Digitalstudie 2026 zahlen inzwischen 47 % der Deutschen mobil, bei den Unter-40-Jährigen sind es sogar 72 %. Die Studie zeigt damit vor allem eines: Wie du bezahlst, hängt stark von deinem Alter ab.
Ob am Kiosk, an der Tankstelle oder im Supermarkt: 87 % der Verbraucher:innen halten ihre Bank- oder Kreditkarte kontaktlos an das Lesegerät. Das Bezahlen per NFC hat sich im stationären Handel damit flächendeckend durchgesetzt. Für 61 % der Nutzer:innen ist der Komfort das wichtigste Argument.
Für die Studie befragte die Postbank im Mai 2026 insgesamt 3.050 Personen in Deutschland.
Das Bezahlen mit Smartphone und Smartwatch legt spürbar zu: 47 % der Befragten nutzen es inzwischen, im Vorjahr waren es noch 35 %. Mehr als die Hälfte der Nutzer:innen nennt dafür praktische Gründe. Das Smartphone ist ohnehin dabei, der Griff zur Bankkarte entfällt.
Ein Punkt ist dabei entscheidend: Mobile Wallets wie Apple Pay oder Google Pay funktionieren in der Regel nur mit einer hinterlegten Debit- oder Kreditkarte. Das Smartphone ersetzt die Karte also nicht, sondern verlagert sie lediglich in das digitale Portemonnaie. Ob eine Karte Apple Pay und Google Pay unterstützt, unterscheidet sich je nach Anbieter und ist damit für viele ein wichtiges Kriterium bei der Kartenwahl.
Beim mobilen Bezahlen bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. 72 % der Menschen unter 40 Jahren zahlen mit Smartphone oder Smartwatch, bei den Älteren sind es nur 36 %. Fast jede:r Fünfte der 18- bis 39-Jährigen greift nahezu immer auf Mobile Payment zurück, sofern diese Zahlungsart verfügbar ist.
Wer Mobile Payment ablehnt, verweist laut Studie vor allem auf die Vorliebe für klassische Bezahlmethoden (62 %). Daneben spielen Sicherheits- und Datenschutzbedenken eine Rolle: 39 % fürchten etwa den Diebstahl des Geräts oder den Missbrauch ihrer Zahlungsdaten. Beim kontaktlosen Bezahlen äußern 38 % der Skeptiker:innen vergleichbare Bedenken.
„Die größte Hürde für Mobile Payment ist weniger die Sicherheit als die Gewohnheit“, sagte David Dommel, Leiter Digitales Performance-Marketing der Postbank. „Wer das Bezahlen mit dem Smartphone im Alltag noch nicht ausprobiert hat, bleibt meist bei Karte oder Bargeld.“
ie Zahlen zeigen deutlich, dass Deutschland den Wandel zum digitalen Bezahlen fortsetzt. Das Wachstumspotenzial für Mobile Payment liegt künftig vor allem bei den älteren Zielgruppen. Für Kartenanbieter bleibt die Wallet-Integration damit ein zentraler Wettbewerbsfaktor, während die physische Karte im Bezahlalltag vorerst gesetzt ist.
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