Miles & More wird zu „Lufthansa Group Miles & More“: Das ändert sich
Die Lufthansa Group benennt ihr Vielfliegerprogramm um: Aus Miles & More wird zum Jahresende 2026 „Lufthansa Group Miles & More“. Der Konzern kündigt zudem ein neues Corporate Design und eine strategische Aufwertung des Programms an. Was das für deine Meilen, deinen Status und deine Kreditkarte bedeutet, liest du hier.
Vergangene Woche gab die Lufthansa Group bekannt, dass Miles & More künftig unter dem Namen „Lufthansa Group Miles & More“ firmiert. Das Programm wird damit unter die Ende 2025 eingeführte Dachmarke des Konzerns gestellt. Zum Relaunch gehören ein vollständig überarbeitetes Erscheinungsbild sowie der neue Markenkern „Moments that move you“.
Die Umbenennung ist Teil einer größeren Konzernstrategie: Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die Lufthansa Group einen neuen Markenauftritt vorgestellt, der die Gruppe stärker als integrierten Airline-Konzern sichtbar machen soll. Fluggesellschaften wie Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines behalten ihre eigenständigen Marken, tragen aber den Zusatz „Member of Lufthansa Group“.
Miles & More beschreibt der Konzern als „verbindendes Loyalty-System“ der gesamten Gruppe. Angebote sollen stärker über Fluggesellschaften, digitale Plattformen und weitere Kontaktpunkte hinweg gebündelt werden. Lufthansa kündigt ausdrücklich eine inhaltliche Weiterentwicklung an, nennt bislang aber keine Details zu neuen Produkten, Vorteilen oder Partnern.
Was sich vorerst nicht ändert
In der Ankündigung finden sich keine Angaben zu Änderungen an bestehenden Konten, gesammelten Prämienmeilen, dem Meilenverfall, Statuspunkten, Prämienflugpreisen oder den Konditionen der Kreditkarten. Auch Anpassungen bei Points, Qualifying Points, HON Circle Points oder Statusvorteilen wurden bislang nicht angekündigt.
Ob im Zuge der Weiterentwicklung später Änderungen folgen, ist offen. Unmittelbarer Handlungsbedarf besteht für dich als Miles-&-More-Mitglied derzeit nicht. Vorhandene Meilen müssen aufgrund der Umbenennung weder übertragen noch neu registriert werden.
Für Miles-&-More-Karteninhaber:innen bleibt vorerst ebenfalls alles beim Alten. Unklar ist allerdings, ob die Kreditkarten künftig beispielsweise „Lufthansa Group Miles & More Credit Card“ heißen, ob bestehende Karten vorzeitig ausgetauscht werden oder ob das neue Design nur bei regulären Neu- und Ersatzausgaben erscheint.
Die deutsche Kartenfamilie trägt bereits den Namen „Lufthansa Miles & More Credit Card“ und wird seit dem 1. Oktober 2025 von der Deutschen Bank statt von der DKB herausgegeben. Nach diesem Bankwechsel steht bei Miles & More damit der nächste größere Umbau an. Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Wechsel der kartenausgebenden Bank und der Umbenennung des Programms ist jedoch nicht bestätigt.
Die Miles & More Kreditkarten im Überblick
Derzeit stehen Privatkund:innen drei reguläre Kartenmodelle zur Auswahl. Sie unterscheiden sich insbesondere bei Jahresgebühr, Meilenschutz, Versicherungsleistungen und Zahlungsmodell.
Miles & More Gold Credit Card
Willkommensbonus von derzeit 4.000 Prämienmeilen und 40 Points
Eine Prämienmeile je 2 Euro Kartenumsatz
Schutz sämtlicher Prämienmeilen vor dem Verfall während der Kartenlaufzeit
Umfangreiches Versicherungspaket für Reisen bereits standardmäßig enthalten
Möglichkeit, gesammelte Prämienmeilen in Statuspunkte
Die Miles & More Gold Credit Card richtet sich besonders an Vielfliegende, die Wert auf eine Kombination aus solidem Reiseschutz, langer Meilengültigkeit und zusätzlichen Serviceleistungen legen. Das integrierte Versicherungspaket deckt wichtige Leistungen auf Reisen ab und wird durch telemedizinische Unterstützung sinnvoll ergänzt.
Nützlich ist vor allem, dass die gesammelten Prämienmeilen während der Kartenlaufzeit nicht verfallen. Dadurch eignet sich die Karte sowohl für Personen, die regelmäßig fliegen und Meilen zeitnah einlösen, als auch für alle, die ihre Meilen über einen längeren Zeitraum ansparen möchten. Die Einbindung in Partnerprogramme wie Marriott Bonvoy bringt zusätzliche Vorteile in Hotels, und die gesammelten Meilen lassen sich flexibel nutzen, etwa für Prämienflüge, Upgrades oder Zahlungen über MilesPay.
Die Miles & More Blue Credit Card eignet sich als unkomplizierte Einstiegskarte für alle, die mit dem Meilensammeln beginnen möchten. Für 5,50 Euro im Monat lassen sich Meilen dauerhaft sichern und mit Partneraktionen zusätzlich ausbauen.
Im Unterschied zur Gold Card enthält die Blue Card kein Versicherungspaket, stattdessen können einzelne Zusatzleistungen kostenpflichtig hinzugebucht werden. Damit eignet sie sich vor allem für Personen, die ihre Karte primär zum Sammeln und Einlösen von Meilen nutzen möchten.
Zu beachten sind die Gebühren bei Bargeldabhebungen und Fremdwährungstransaktionen, die die Karte für häufige Auslandseinsätze weniger attraktiv machen. Für alle, die mit überschaubaren Fixkosten Meilen sammeln und von unbegrenzter Meilengültigkeit profitieren wollen, bleibt sie jedoch eine interessante Wahl.
Unter den weniger positiven Erfahrungen mit der Miles & More MyFlex Credit Card fallen die 15,65 % Sollzinsen bei der flexiblen Teilzahlung auf – die Standardeinstellung bei der Kreditkarte. Um unnötige Zinsen zu vermeiden, müssen Nutzer:innen offene Kreditkartenbeträge eigenständig begleichen oder die Mastercard rechtzeitig aufladen. Zudem behalten gesammelte Flugmeilen im Gegensatz zu anderen Miles & More Kreditkarten nicht dauerhaft ihre Gültigkeit. Es fehlt darüber hinaus sowohl an Versicherungsleistungen als auch an einem Willkommensbonus für Neukund:innen.
Andererseits bietet die Miles & More MyFlex Kreditkarte einige Pluspunkte: eine flexible Ratenzahlungsoption, die finanzielle Spielräume schafft, das Sammeln von Meilen (1 Prämienmeile für je 2 Euro Umsatz) und den Verzicht auf eine Grundgebühr.
Die schlechteste Karte, die ich je hatte. Kartenabrechnungen gibt es nicht. Und wenn nicht bis Monatsende alles zurückgezahlt ist.(muss man mühsam zusammenzählen, DKB braucht dann auch noch Zeit für die Überweisung) gibts Zinsen und einen Abschlag für den nächsten Monat sowieso obendrauf. Da fallen die Milen nicht mehr ins Gewicht. Eine Karte, mit der man sich nur ärgert..
Kirill hat Rechtswissenschaften studiert und investiert bereits seit 2012 in Aktien und seit 2016 in Kryptowährungen. Er hat mehrere offizielle Publikationen bei dem bekannten Digital-Magazin t3n, war Chefredakteur bei Blockchainwelt.de und Coin-Ratgeber.de und wurde mehrfach für den Black Bull Award von Finanzkongress.de nominiert. Privat setzt er primär auf Kreditkarten mit zahlreichen Perks und gutem Cashback und will sein Wissen mit unseren Leser:innen teilen.
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Zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2026
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Die schlechteste Karte, die ich je hatte. Kartenabrechnungen gibt es nicht. Und wenn nicht bis Monatsende alles zurückgezahlt ist.(muss man mühsam zusammenzählen, DKB braucht dann auch noch Zeit für die Überweisung) gibts Zinsen und einen Abschlag für den nächsten Monat sowieso obendrauf. Da fallen die Milen nicht mehr ins Gewicht. Eine Karte, mit der man sich nur ärgert..