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Mehr Nutzende, mehr Gewinn: Revolut setzt Wachstum fort

Mit stark steigenden Kundenzahlen und hohen Gewinnen hat sich Revolut zu einem Schwergewicht im Finanzsektor entwickelt. Auch in Deutschland legt die britische Neobank deutlich zu. Der hiesige Markt bleibt jedoch hart umkämpft und stellt das Unternehmen vor Herausforderungen.

Mehr Nutzende, mehr Gewinn: Revolut setzt Wachstum fort

Starker Zuwachs global und in Deutschland

Revolut blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Weltweit stieg die Zahl der Kund:innen auf über 68 Millionen, Anfang 2026 wurde bereits die Marke von 70 Millionen überschritten. Auch in Deutschland zeigte sich das Wachstum: Mehr als 800.000 neue Nutzende kamen hinzu, insgesamt liegt die Zahl hier bei rund 3 Millionen.

Finanziell verzeichnete Revolut ein starkes Wachstum. Die Erlöse stiegen um 46 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Vor Steuern erzielte Revolut einen Gewinn von 2 Milliarden Euro, unter dem Strich blieb ein Nettoergebnis von 1,5 Milliarden Euro.

Mit diesen Zahlen erreicht Revolut eine neue Dimension. Der Gewinn entsteht ohne Filialstruktur und mit einer vergleichsweise schlanken Organisation. Das setzt neue Standards für die gesamte Branche.

Gleichzeitig wurde das Produktportfolio kontinuierlich erweitert. Neben dem Basismodell Revolut Standard bietet das Unternehmen verschiedene kostenpflichtige Kontostufen an, darunter auch das Premium-Angebot Revolut Ultra. Ergänzt wird das Angebot durch Funktionen wie Krypto-Handel, gebührenfreies Aktientrading und erste Kreditprodukte. Die App entwickelte sich so für viele Nutzende vom Zweitkonto zu einer umfassenden Finanzplattform.

Wettbewerb zwischen Neobanken und Brokern verschärft sich

Mit dem Ausbau des Angebots verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen Bank und Broker. Wettbewerber reagieren darauf mit eigenen strategischen Schritten: Trade Republic sicherte sich eine Vollbanklizenz und führte eine eigene Debitkarte ein, während Scalable Capital sein Angebot ebenfalls ausbaute. Zudem greift Revolut gezielt das Investmentgeschäft dieser Anbieter an. Das Ergebnis: ein immer stärker integrierter Markt, in dem Finanz-Apps verschiedene Funktionen miteinander verbinden und parallel abdecken.

Trotz des Wachstums bleibt Deutschland herausfordernd. Neben Trade Republic und N26 konkurriert Revolut auch mit etablierten Direktbanken wie ING und DKB. Allein die ING zählt hierzulande rund 10 Millionen Privatkund:innen.

Hinzu kommt ein strukturell komplexer Markt mit vielen Sparkassen und Volksbanken. Gleichzeitig gelten viele Deutsche als vergleichsweise zurückhaltend bei digitalen Finanzlösungen und investieren häufig konservativ.

Im direkten Vergleich der Neobanken und Broker liegt Trade Republic in Deutschland aktuell vorn: Mit rund 5,3 Millionen Kund:innen übertrifft der Anbieter die etwa drei Millionen Revolut-Nutzenden. Auch bei jungen Anleger:innen hat Trade Republic derzeit Vorteile.

Revolut treibt internationale Expansion konsequent voran

International zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Während Trade Republic auf rund 35 Millionen Euro Gewinn kommt, erzielt Revolut ein Vielfaches davon. Parallel treibt das Unternehmen seine Expansion konsequent voran: Mit Banklizenz und operativem Geschäft in über 30 Ländern, dem Start des Vollbankbetriebs in Mexiko als erstem Markt außerhalb Europas sowie laufenden Lizenzanträgen unter anderem in den USA, Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten baut Revolut seine globale Präsenz weiter aus. Langfristig verfolgt das Unternehmen ein klares Ziel: 100 Millionen Kund:innen in 100 Ländern bis Mitte 2027. Angesichts von 16 Millionen Neukund:innen allein im Jahr 2025 erscheint dieses Ziel zunehmend realistisch.

Deutschland hat für Revolut innerhalb Europas weiterhin hohe Priorität. Das Unternehmen will perspektivisch auf Augenhöhe mit den größten Direktbanken agieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen in den nächsten 5 Jahren rund 11,5 Milliarden Euro investiert werden.

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Philipp Ollenschläger

Erstellt von

Parallel zu seinem Journalismus-Studium hat Philipp großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während seiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier hat er sich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kennt er schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen ihm sehr bei seiner Arbeit als Autor von Ratgebern und Analysen rund um Kreditkarten.

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Zuletzt aktualisiert am 30. März 2026

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