Die alte Liebe der Deutschen zum Bargeld lässt spürbar nach. Eine aktuelle Umfrage von Verivox zeigt: Nur noch rund ein Drittel der Befragten zahlt kleinere Einkäufe lieber bar, die große Mehrheit greift inzwischen zur Karte – egal ob im Alltag oder auf Auslandsreisen.

Wie eine repräsentative Umfrage des Vergleichsportals Verivox zeigt, setzen nur noch 35 % der Befragten bei einem Einkauf in Höhe von 20 Euro auf Bargeld. Vor einem Jahr waren es noch 43 %. Stattdessen greifen inzwischen mehr als die Hälfte (51 %) am liebsten zur Karte: 30 % nutzen hierbei die Girocard, 12 % Debitkarten von Visa oder Mastercard und 9 % klassische Kreditkarten mit Kreditrahmen.
„Die Deutschen gelten seit jeher als Bargeldliebhaber. Doch mittlerweile bevorzugt die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher sowohl im Inland als auch im Ausland kartengestützte Bezahlverfahren“, sagte Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.
Auf Auslandsreisen zeigt sich der Wandel der Zahlungsgewohnheiten noch deutlicher: In der Eurozone bezahlen 55 % der Befragten am ehesten mit Karte, bei Zahlungen in Fremdwährungen sind es gar 56 %. Auffällig: In Nicht-Euro-Ländern greifen 28 % bevorzugt zur Kreditkarte, während gerade einmal 13 % die Girocard nutzen.
„Kreditkarten der großen Anbieter Visa, Mastercard und American Express haben international sehr große Akzeptanz“, erklärte Maier. „Die Girocard ist hingegen eine deutsche Insellösung.“
Damit Girocards auch im Ausland einsetzbar sind, statten Banken sie häufig mit zusätzlichen Bezahlfunktionen – sogenannten Co-Badges – wie V Pay, Maestro oder Visa- bzw. Mastercard-Debit aus. Unterschiede in der Technik können jedoch zu Problemen führen.
„Bei V Pay werden die Daten zum Bezahlen nur auf dem Chip und nicht auf dem Magnetstreifen gespeichert. Das macht die Karten zwar besonders sicher, geht aber zu Lasten der Akzeptanz“, so Maier. „Vor allem außerhalb Europas kann es beim Bezahlen mit V-Pay-Karten Schwierigkeiten geben. Bankkunden können ihre Karte aber vor Reiseantritt von ihrem Kreditinstitut für den internationalen Gebrauch freischalten lassen.“
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