Die ING erweitert ihre App um den europäischen Zahlungsdienst Wero. Im Unterschied zur Konkurrenz verlangt die Bank für die Freischaltung jedoch zwingend eine Mobilfunknummer.
Ab sofort können auch ING-Kund:innen Wero nutzen. Der europäische Zahlungsdienst basiert auf der European Payments Initiative (EPI), einem Zusammenschluss führender Banken und Zahlungsdienstleister. Ziel der Initiative ist es, eine Alternative zu US-Anbietern wie Apple, Google, PayPal, Visa oder Mastercard zu schaffen. Geld wird dabei über SEPA Instant Payments in weniger als 10 Sekunden transferiert.
„Mit Wero bieten wir unseren Kundinnen und Kunden eine europäische, sichere und vollständig in unsere App integrierte Möglichkeit, Geld in Sekundenschnelle zu senden. Und das ohne Umwege und Drittanbieter“, erklärte Christian Böhrer, Tribe Lead Payments bei der ING Deutschland.
Im Unterschied zu anderen Banken verlangt die ING für die Aktivierung des Dienstes zwingend die Angabe einer Mobilfunkrufnummer. Auch für das Versenden von Geldbeträgen innerhalb der App muss die Telefonnummer der empfangenden Person bekannt sein. Andere Institute erlauben dagegen die Freischaltung und Nutzung auch über eine E-Mail-Adresse. Wer Wero bereits bei einer anderen Bank ausschließlich über die Telefonnummer aktiviert hat, kann den Dienst nicht zusätzlich bei der ING registrieren.
Derzeit wird Wero von 10 in Deutschland tätigen Instituten angeboten, darunter Postbank, Sparkassen, Sparda-Bank und die BB-Bank. Seit Juli steht der Dienst zudem auch Kund:innen der Neobank Revolut zur Verfügung. Die Deutsche Bank plant eine Einführung noch im Laufe des Jahres. Aktuell ist Wero in Deutschland, Frankreich und Belgien nutzbar.
Der Dienst startete im Juli 2024 mit einem Fokus auf Zahlungen zwischen Privatpersonen. Weitere Einsatzmöglichkeiten wie Einkäufe im Onlinehandel sollen folgen, allerdings verzögert sich die Einführung: Geplant ist ein Start frühestens im Jahr 2026 für den stationären Handel. Perspektivisch sollen auch Ratenzahlungen, Treueprogramme und die Verwaltung wiederkehrender Zahlungen integriert werden.
Böhrer unterstrich die strategische Bedeutung des Projekts: „Wir glauben an die Stärke eines europäischen Zahlungsraums und freuen uns, mit Wero einen wichtigen Schritt in Richtung technologischer Souveränität zu gehen.“
Die ING bietet neuerdings außerdem ein kostenloses Girokonto für Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren an. Wer das Konto bis zum 30. September 2025 abschließt, erhält ein Startguthaben von 50 Euro. Voraussetzung ist, dass für das Kind bereits ein Junior-Sparprodukt besteht oder neu eröffnet wird. Ab Anfang 2026 soll das Konto auch ohne ein solches Zusatzprodukt verfügbar sein.
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