Kriminelle versuchen derzeit, mit gefälschten E-Mails im Namen von N26 an sensible Daten von Bankkund:innen zu gelangen. Mit einer angeblich notwendigen Identitätsprüfung und der Drohung einer vorübergehenden Kontoeinschränkung sollen Empfänger:innen dazu gebracht werden, einem Phishing-Link zu folgen. Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor der Masche.
Die derzeit kursierende Phishing-Mail trägt den Betreff „N26: DSP2-Update – Bitte überprüfen Sie Ihre Identität“. Darin behaupten die Absender, aufgrund eines starken Anstiegs von Betrugsfällen sei eine erneute Identitätsprüfung erforderlich. Bis diese abgeschlossen sei, werde das N26-Konto vorübergehend eingeschränkt.
Über einen Button mit der Aufschrift „Verifizierung durchführen“ sollen Empfänger:innen die vermeintliche Prüfung starten. Zusätzlich bauen die Kriminellen Zeitdruck auf: Als Frist für die Verifizierung wird der heutige 24. September 2026 genannt. Wer dem Link folgt, kann auf einer gefälschten Webseite landen, über die Zugangsdaten oder andere sensible Informationen abgegriffen werden sollen.
Ein weiteres Warnsignal findet sich bereits im Betreff. Dort ist von einem „DSP2-Update“ die Rede. Die korrekte Abkürzung für die zweite EU-Zahlungsdiensterichtlinie lautet PSD2. Auf solche Fehler allein solltest du dich beim Erkennen von Phishing allerdings nicht verlassen. Derartige Mails können inzwischen auch sprachlich und optisch professionell gestaltet sein.
Neben der falschen Bezeichnung nennt die Verbraucherzentrale weitere Merkmale, die auf einen Betrugsversuch hindeuten. Dazu gehören eine unseriöse Absenderadresse, die fehlende persönliche Anrede, die angedrohte Kontoeinschränkung und die ungewöhnlich kurze Frist. Vorsicht ist insbesondere geboten, wenn eine vermeintliche Banknachricht dazu auffordert, über einen Link oder Button persönliche Daten einzugeben.
Auch N26 warnt grundsätzlich vor Phishing-Nachrichten, die unter Zeitdruck zur Eingabe vertraulicher Daten auffordern. Ob tatsächlich eine Mitteilung der Bank vorliegt, können Kund:innen direkt über die N26-App beziehungsweise den dortigen sicheren Posteingang überprüfen. Auf die angezeigte Absenderadresse einer E-Mail allein solltest du dich nicht verlassen, da auch diese manipuliert werden kann.
Hast du eine entsprechende Nachricht erhalten, solltest du den enthaltenen Link nicht öffnen und keine persönlichen Daten eingeben. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die E-Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben. Wer bereits Zugangsdaten auf einer Phishing-Seite eingegeben hat, sollte das N26-Passwort umgehend ändern, die Bank kontaktieren und die Kontobewegungen überprüfen. Unbekannte Zahlungen oder andere nicht selbst veranlasste Vorgänge sollten keinesfalls in der N26-App bestätigt werden.
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