Kreditkarten.com liefert nur unvoreingenommene Informationen. Erfahre mehr über unsere Grundsätze und unser Geschäftsmodell.

Kreditkarten.com liefert nur unvoreingenommene Informationen. Erfahre mehr über unsere Grundsätze und unser Geschäftsmodell.

Gefälschte Behördenanfragen: Revolut gibt sensible Kundendaten heraus

Revolut ist auf betrügerische Behördenanfragen hereingefallen und hat dabei vertrauliche Kundendaten offengelegt. Die Anfragen stammten offenbar von einer echten E-Mail-Domain einer Regierungsbehörde. Revolut betont, dass weder die eigenen Systeme noch Kundengelder betroffen seien.

Gefälschte Behördenanfragen: Revolut gibt sensible Kundendaten heraus

Kriminelle nutzen echte Behörden-Domain

Die Betrugsmasche war offenbar überzeugend: Die Anfragen wurden über ein E-Mail-Konto innerhalb der legitimen Domain einer Regierungsbehörde verschickt. Revolut stufte sie zunächst als authentisch ein und gab daraufhin Kundendaten heraus. Gegenüber The Block sprach das Unternehmen von einem „sophisticated external impersonation scam“, also einem ausgeklügelten Identitätstäuschungsbetrug.

Nach bisherigem Kenntnisstand wurden die Systeme von Revolut selbst nicht gehackt. Das Unternehmen erklärte, dass weder die eigene Infrastruktur noch die Gelder der Kund:innen von dem Vorfall betroffen seien. Revolut spricht von einer begrenzten Zahl Betroffener, hat bislang jedoch keine konkrete Zahl genannt. Auch welche Regierungsbehörde hinter der missbrauchten E-Mail-Domain steht, ist bisher nicht bekannt.

Nachdem Revolut den Betrug erkannt hatte, blockierte das Unternehmen nach eigenen Angaben die betreffende E-Mail-Adresse. Zudem informierte das Fintech die betroffene Regierungsbehörde sowie Strafverfolgungsstellen, Datenschutzbehörden und Finanzaufsichtsbehörden.

Ausweis- und Transaktionsdaten könnten betroffen sein

Welche Daten offengelegt wurden, kann je nach betroffenem Kundenkonto variieren. Laut einer Benachrichtigung von Revolut an Betroffene könnten unter anderem Namen, Geburtsdaten, Post- und E-Mail-Adressen sowie Telefonnummern weitergegeben worden sein. Auch Kopien von Reisepässen oder Führerscheinen und Selfies aus der Identitätsprüfung zählen zu den möglicherweise betroffenen Daten.

Darüber hinaus könnten auch Finanzinformationen offengelegt worden sein. In einer öffentlich bekannt gewordenen Kundenbenachrichtigung werden unter anderem IBANs, Kontoauszüge, Informationen zu Abhebungen und vollständige Transaktionshistorien genannt. Bei einzelnen Betroffenen können darunter auch Angaben zu Bitcoin-Transaktionen fallen.

Besonders brisant ist die mögliche Verknüpfung persönlicher Identitätsdaten mit detaillierten Finanzinformationen. Solche Datensätze können für Identitätsdiebstahl oder gezielte Betrugsversuche genutzt werden. Bislang gibt es jedoch keine belastbaren Hinweise darauf, dass die offengelegten Daten bereits missbraucht wurden.

Viele Details weiterhin ungeklärt

Offen bleibt vor allem, wie eine unbefugte Person Zugriff auf ein E-Mail-Konto innerhalb der legitimen Behörden-Domain erhalten konnte. Ebenfalls unklar ist, ob sich der Vorfall auf ein bestimmtes Land beschränkt und wie viele betrügerische Anfragen tatsächlich an die Neobank gestellt wurden.

Der Fall macht deutlich, dass selbst echte Behörden-Domains keinen vollständigen Schutz vor Betrug bieten. Welche Konsequenzen Revolut oder zuständige Aufsichtsbehörden daraus ziehen, ist derzeit noch offen.

Du suchst noch nach
der passenden Kreditkarte?
Jetzt Kreditkarten vergleichen
Philipp Noack

Erstellt von

Philipp ist unser Allrounder. Er ist Technischer Leiter von Kreditkarten.com, Web Developer und Autor von Ratgeberartikeln und Kreditkarten-Bewertungen in Personalunion. Das Fundament für seine Finanzexpertise konnte er bereits während seines BWL-Studiums legen.

 

Überprüft von
Kreditkarten-Experte

Etwas ist nicht korrekt?
Nimm Kontakt mit uns auf!

Zuletzt aktualisiert am 14. September 2026

Kommentare