Die technische Vorbereitung des digitalen Euro schreitet voran. Im Pilotprojekt ab 2027 soll die DEAN als eindeutige Kennung für Digital-Euro-Konten getestet werden.Für bestehende Girokonten, IBANs und Kartennummern ändert sich dadurch nichts.
Der digitale Euro nimmt weiter Gestalt an: Mit der DEAN steht inzwischen auch fest, wie Digital-Euro-Konten eindeutig gekennzeichnet werden sollen. Hinter dem Kürzel steckt vereinfacht gesagt eine Art IBAN für den digitalen Euro. Die klassische IBAN ersetzt sie allerdings nicht, die DEAN dient ausschließlich als Kontokennung für den digitalen Euro.
Im Alltag muss die DEAN nicht zwingend für jede Zahlung eingegeben werden. Im Pilot soll alternativ ein sogenannter Alias genutzt werden können. Dabei lässt sich eine leichter zu merkende Kennung, beispielsweise eine Telefonnummer, mit dem Konto verknüpfen.
Getestet wird dieses Prinzip unter anderem bei Online-Zahlungen zwischen Privatpersonen. Auch beim Einkauf in Online-Shops kann eine Zahlung über einen Alias oder die DEAN angestoßen werden. Im stationären Handel sind ebenfalls digitale Zahlungen vorgesehen.
Wie die DEAN später im Detail aufgebaut sein wird, ist noch nicht abschließend festgelegt. Sicher ist bislang vor allem ihre Funktion: Sie soll Digital-Euro-Konten eindeutig identifizieren und bereits im Pilot ab 2027 eingesetzt werden.
Das Pilotprojekt soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen und zwölf Monate dauern. Dafür hat die EZB 36 Zahlungsdienstleister aus dem Euroraum ausgewählt. Mehr als 50 Anbieter hatten sich für eine Teilnahme beworben.
Erprobt werden verschiedene Alltagssituationen, darunter Zahlungen zwischen Privatpersonen, kontaktlose Zahlungen im Geschäft sowie Einkäufe im E-Commerce und Mobile-Commerce. Die DEAN wird damit praktisch getestet, noch bevor über eine tatsächliche Ausgabe des digitalen Euro entschieden ist.
Denn mit dem Pilotprojekt ist die Einführung des digitalen Euro noch nicht beschlossen. Derzeit verhandeln das Europäische Parlament und der Rat der EU über den rechtlichen Rahmen. Erst nach Verabschiedung der entsprechenden Verordnung will die EZB entscheiden, ob der digitale Euro tatsächlich ausgegeben wird.
Nach aktuellem Zeitplan will die EZB im Laufe des Jahres 2029 technisch für eine mögliche erste Ausgabe bereit sein. Ein feststehender Einführungstermin ist das jedoch nicht: Ob und wann der digitale Euro tatsächlich kommt, hängt weiterhin vom Gesetzgebungsverfahren und der anschließenden Entscheidung der EZB ab.
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