Wer an der Haustür eine Sendung mit offenen Gebühren annimmt, musste bisher passendes Bargeld bereithalten. Nun ändert DHL das und lässt auch kontaktlose Zahlungen per Karte und Smartphone zu. Für Kreditkarten gilt dabei allerdings eine wichtige Einschränkung.
Bislang musstest du Beträge, die bei einer DHL-Zustellung anfielen, bar bezahlen. Seit gestern kannst du den fälligen Betrag direkt an der Tür kontaktlos über die NFC-Funktion des Handscanners der Zustellkraft begleichen. Ein separates Kartenterminal ist dafür nicht nötig, das Gerät nutzen die Zusteller:innen ohnehin schon zum Scannen und Quittieren von Sendungen.
Das Unternehmen will die Bezahlung nach eigenen Angaben „einfacher und komfortabler“ machen. Betroffen sind ausschließlich Sendungen, bei denen tatsächlich eine Zahlung anfällt. Eine gewöhnliche Paketlieferung ohne offene Gebühren wird dadurch nicht zum Bezahlvorgang, und Bargeld bleibt weiterhin möglich.
Wichtig: DHL führt die Funktion schrittweise ein. In einzelnen Regionen war sie bereits verfügbar, danach soll sie nach und nach ausgeweitet werden. Einen festen Termin für die bundesweite Verfügbarkeit nennt das Unternehmen nicht. In der Einführungsphase ist es also sinnvoll, weiterhin Bargeld im Haus zu haben.
Bei Zoll- und Einfuhrentgelten sowie bei Nachentgelten hast du die freie Wahl: DHL akzeptiert hier Girocard, Kredit- und Debitkarten und mobile Bezahlverfahren per Smartphone oder Smartwatch. Zoll- und Einfuhrentgelte betreffen vor allem Sendungen aus Nicht-EU-Ländern, ein Nachentgelt greift zum Beispiel bei unzureichend frankierten Briefen.
Anders sieht es bei der Nachnahme aus, also wenn ein Paket erst nach Zahlung des Betrags ausgehändigt wird. Hier ist für die bargeldlose Zahlung ausschließlich die Girocard zugelassen. Die Einschränkung begründet DHL mit „Sicherheitsgründen“, nähere Angaben dazu macht das Unternehmen nicht. Eine Visa oder Mastercard hilft dir bei Nachnahmesendungen also nicht weiter, hier brauchst du weiterhin eine Girocard oder Bargeld.
Welche konkreten Kartensysteme und Wallets DHL zulässt, teilt das Unternehmen bislang nicht offiziell mit. Es spricht allgemein von „Kreditkarten“ und „mobilen Bezahlverfahren“. Nach Medienberichten werden derzeit Visa, Mastercard, VPay, Maestro und Girocard unterstützt, American Express dagegen nicht.
Danke, dass du dir Zeit genommen hast, um deinen Kommentar zu schreiben. Du hilfst damit das Produkterlebnis zu verbessern und gibts anderen Nutzern die Möglichkeit weitere Informationen zu diesem Beitrag zu lesen.