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Datenmissbrauch statt Systemhack? Ex-Revolut-Mitarbeiter soll Krypto-Kunden mit Daten erpresst haben

Ein ehemaliger Mitarbeiter der britischen Neobank „Revolut“ soll versucht haben, Krypto-Kund:innen mit sensiblen Daten zu erpressen. Ein betroffener Trader machte den Fall öffentlich. Das Unternehmen bestätigte Ermittlungen, weist jedoch eine Sicherheitslücke im System zurück.

Datenmissbrauch statt Systemhack? Ex-Revolut-Mitarbeiter soll Krypto-Kunden mit Daten erpresst haben

Opfer veröffentlicht Chatverläufe auf X

Nach Darstellung des Krypto-Händlers „TraderSZ“ drohte der mutmaßliche Täter, ein ehemaliger Mitarbeiter des britischen Fintechs, damit, persönliche Daten zu veröffentlichen, sollte kein Lösegeld gezahlt werden. Zudem sollen Familienmitglieder kontaktiert worden sein, die ebenfalls Revolut nutzten. Diese seien unter Druck gesetzt worden, auf eine Zahlung hinzuwirken.

Screenshots von angeblichen Chatverläufen mit dem Revolut-Kundensupport veröffentlichte der Betroffene auf der Plattform X. Demnach fühlte er sich von der angebotenen Entschädigungssumme nicht angemessen berücksichtigt. Zwischenzeitlich soll sein Account von Revolut auf X blockiert worden sein.

Revolut: „Keine Kompromittierung unserer Systeme“

Revolut bestätigte, dass der Fall den Strafverfolgungsbehörden gemeldet wurde. Ein Unternehmenssprecher erklärte, es handele sich um „rechtswidrige und kriminelle Handlungen eines Dritten, eines ehemaligen Mitarbeiters“.

Nach interner Prüfung seien die Sicherheitssysteme und Datenschutzprotokolle „wie beabsichtigt“ betrieben worden. Eine Kompromittierung der IT-Systeme oder ein Verfahrensverstoß habe nicht vorgelegen. Vielmehr soll der Ex-Mitarbeiter während seiner Tätigkeit unrechtmäßig Daten abgegriffen haben, die nun missbraucht würden. Das Unternehmen stehe nach eigenen Angaben weiterhin mit dem betroffenen Kunden in Kontakt.

Wachsende Risiken für Krypto-Anleger:innen

Der Vorfall reiht sich in eine Phase zunehmender Bedrohungen gegen Inhaber:innen digitaler Vermögenswerte ein. Laut Daten des Cybersicherheitsunternehmens CertiK stiegen sogenannte „Wrench Attacks“ – physische Angriffe zur Erzwingung von Kryptotransfers – bis 2025 um 75 % auf weltweit 72 bestätigte Fälle.

Gerade wenn Angreifer:innen wissen, dass eine Zielperson über größere Krypto-Bestände verfügt, erhöht sich das Risiko von Erpressung oder sogar körperlicher Gewalt. Insider-Zugriffe auf sensible Finanzdaten können dieses Gefährdungspotenzial zusätzlich verschärfen, selbst dann, wenn keine technische Sicherheitslücke im System besteht.

Vertrauensfrage für Fintechs

Revolut zählt mit mehr als 65 Millionen Nutzer:innen weltweit und einer Bewertung von rund 75 Milliarden US-Dollar (Stand: November 2025) zu den größten Fintechs Europas. Entsprechend sensibel reagieren Öffentlichkeit und Aufsichtsbehörden auf Vorwürfe rund um den Umgang mit Kundendaten.

Der Vorfall macht deutlich, dass die Risiken für Krypto-Anbieter nicht ausschließlich von außen kommen. Neben technischen Sicherheitsmaßnahmen gewinnen interne Kontrollsysteme an Bedeutung, weil bereits der Verdacht auf Insider-Missbrauch erhebliche Imageschäden verursachen kann.

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Philipp Ollenschläger

Erstellt von

Parallel zu seinem Journalismus-Studium hat Philipp großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während seiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier hat er sich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kennt er schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen ihm sehr bei seiner Arbeit als Autor von Ratgebern und Analysen rund um Kreditkarten.

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Zuletzt aktualisiert am 25. Februar 2026

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