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Konkurrenz für Apple Pay: Curve bringt eigene Wallet-App aufs iPhone

Curve bringt seine digitale Wallet-App nun auch auf iPhones. Nach dem Android-Start Anfang April folgt jetzt die Einführung unter iOS – möglich gemacht durch die Öffnung der NFC-Schnittstelle, zu der Apple sich nach einem EU-Wettbewerbsverfahren verpflichten musste. Damit erweitert Curve das Angebot für mobiles Bezahlen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).

Konkurrenz für Apple Pay: Curve bringt eigene Wallet-App aufs iPhone

Neue Spielregeln im iOS-Ökosystem

Die Einführung von Curve Pay unter iOS ist ein direktes Ergebnis eines grundlegenden Kurswechsels: Bis Mitte 2024 konnten iPhone-Nutzende ausschließlich Apple Pay für kontaktlose Zahlungen verwenden. Kritik an dieser Praxis führte zu einem Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission, das schließlich zu einer Öffnung der NFC-Schnittstelle führte – ein Wendepunkt im mobilen Zahlungsverkehr.

Curve ist ein britisches Fintech, das eine zentrale App für das Verwalten und Bezahlen mit mehreren Kredit- und Debitkarten anbietet. Die Anwendung fungiert als sogenannte Proxy-Wallet und ermöglicht Funktionen wie rückwirkende Kartenzuweisung, regelbasierte Kartenauswahl und Ausgabenanalyse in Echtzeit.

Seit der Neuregelung dürfen Drittanbieter wie Curve die gleiche NFC-Technik auf dem iPhone nutzen wie Apple Pay – inklusive Gesichtserkennung, Doppelklick-Aktivierung und der Möglichkeit, die App als Standardzahlungsmethode festzulegen.

Mehr Extras beim mobilen Bezahlen

Nach PayPal ist Curve der zweite große Anbieter, der diese neue Öffnung nutzt. Die Curve-App lässt sich nun auf dem iPhone als Standard für kontaktloses Bezahlen einrichten – systemseitig gleichwertig mit Apple Pay. Das Angebot steht im gesamten EWR zur Verfügung. Die Android-Version von Curve Pay ist in Deutschland bereits seit April verfügbar.

Curve unterscheidet sich konzeptionell deutlich von klassischen Wallets: Die App fungiert als Proxy-Wallet, bündelt verschiedene Karten und bindet sich aktiv in den Zahlungsfluss ein. So lassen sich Transaktionen nachträglich einer anderen Karte zuordnen („Go Back in Time“), Ausgaben kategorisieren, Regeln für Kartenzuweisungen festlegen und auch Zahlungen über ein verknüpftes PayPal-Konto durchführen.

Apple Pay-Alternative mit Mehrwert

Anders als Apple Pay, das Kartendaten lediglich weiterleitet, bietet Curve eine eigenständige Verarbeitung. Das erlaubt zusätzliche Funktionen wie Echtzeit-Ausgabenanalysen, Cashback und die automatische Nutzung alternativer Karten bei Zahlungsproblemen. Akzeptiert werden Karten von Mastercard, Visa und Diners Club. American Express sowie die Girocard können aktuell nicht eingebunden werden.

Shachar Bialick, CEO und Gründer von Curve, spricht von einem Paradigmenwechsel:
„Das Zahlungsökosystem war viel zu lange ein Spiel für einen einzigen Spieler. Jetzt, wo Apple gezwungen ist, sich dem Wettbewerb zu öffnen, läutet Curve Pay eine neue Ära der Wahlmöglichkeiten für iOS-Nutzer ein.“

Beim Thema Gerätevielfalt hat Apple jedoch weiterhin die Nase vorn: Curve Pay funktioniert derzeit ausschließlich auf dem Smartphone. Eine Unterstützung für die Apple Watch fehlt – anders als bei Apple Pay, das vollständig in das Apple-Ökosystem integriert ist.

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Philipp Ollenschläger

Erstellt von

Parallel zu seinem Journalismus-Studium hat Philipp großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während seiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier hat er sich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kennt er schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen ihm sehr bei seiner Arbeit als Autor von Ratgebern und Analysen rund um Kreditkarten.

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Zuletzt aktualisiert am 27. Mai 2025

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