Nach dem erfolgreichen Start in mehreren europäischen Ländern führt bunq sein Krypto-Angebot nun auch in Deutschland ein. Damit bündelt die Neobank Banking, Sparen und Krypto-Investments in einer App.
Das neue Krypto-Angebot der niederländischen Bank ermöglicht den Kauf, das Halten, Tauschen und den Verkauf von über 350 digitalen Währungen – darunter Bitcoin, Ethereum, Solana sowie zahlreiche Altcoins. Investitionen sind bereits ab einem Euro möglich, Transaktionen werden in Echtzeit ausgeführt und die erworbenen Coins erscheinen unmittelbar im integrierten Wallet. Die Handelsgebühren variieren je nach Abo zwischen 0,25 % (Elite) und 1,99 % (Free).
Laut einer aktuellen bunq-Umfrage wünschen sich 65 % der Europäer:innen eine Plattform, die Banking, Sparen und Krypto-Investments vereint. Mehr als die Hälfte der Befragten möchte zwar in Kryptowährungen investieren, empfindet bestehende Plattformen jedoch als zu kompliziert – insbesondere Einsteiger:innen.„Unsere Nutzer:innen wünschen sich schon lange eine einfache Möglichkeit, in digitale Vermögenswerte zu investieren“, sagte Tom Bilske, Head of New Products bei bunq. „Mit dem Start von bunq Crypto in Deutschland können sie jetzt sparen, ausgeben und investieren – auch in Krypto – alles an einem Ort.“
Sichere Abwicklung durch Kraken
Für die technische Infrastruktur und Verwahrung arbeitet bunq mit der MiCAR-lizenzierten Handelsplattform Kraken zusammen. Brian Gahan, Managing Director Europe bei Kraken, erklärte: „Kraken ist stolz darauf, den Start von bunq Crypto in Deutschland zu unterstützen. Mit der innovativen Neobank-Plattform von bunq und Krakens langjähriger Expertise für sichere und verantwortungsvolle Krypto-Dienstleistungen können deutsche Kund:innen jetzt zuversichtlich in die finanzielle Zukunft blicken.“
Alle Krypto-Transaktionen sind an die aktuellen EU-Vorgaben angepasst. Eine zusätzliche Sicherheitsfunktion namens „Safety Shield“ verzögert Auszahlungen nach einem Verkauf um 24 Stunden, um potenziellen Missbrauch zu verhindern.
Die bunq-Abos im Überblick
bunq bietet 4 verschiedene Kontomodelle mit unterschiedlichen Funktionen und Gebühren an. Sie unterscheiden sich vor allem in der Anzahl der Konten, Karten, Zusatzleistungen und den Vorteilen bei Zahlungen und Fremdwährungen.
bunq Free
Keine Jahresgebühr
Auswahl zwischen Giro-, Sparkonten und Multi-Währungs-Konten
Virtuelle Karte inklusive
Echtzeit-Zahlungen: Rund um die Uhr Überweisungen von IBAN zu IBAN
Wöchentliche Zinsen: Aktuell 2,01 % bis 100.000 Euro mit wöchentlicher Auszahlung
Wer erste Erfahrungen mit digitalem Sparen und Bezahlen sammeln möchte, findet in bunq Free einen niedrigschwelligen Einstieg. Die virtuelle Debit-Mastercard kostet nichts extra und steht dir unmittelbar nach der Kontoeröffnung zur Verfügung. Kontaktlos bezahlst du über Apple Pay, Google Pay und Fitbit Pay.
Dein Guthaben schützt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Dazu kommt ein variabel verzinstes Sparkonto: Aktuell zahlt bunq 3,01 % pro Jahr auf Euro-Guthaben, gutgeschrieben im Wochenrhythmus. Sparst du in US-Dollar oder Britischen Pfund, sind ebenfalls bis zu 3,01 % pro Jahr möglich, auch hier mit wöchentlicher Gutschrift.
Beim Bargeld zeigt der Tarif seine Grenzen. Pro Monat sind 2 Abhebungen möglich, jede kostet 2,99 Euro, und funktionieren tut das ausschließlich an Geldautomaten mit Apple- oder Google-Pay-Unterstützung. Bareinzahlungen sieht der Free-Tarif nicht vor. Eine physische Karte und zusätzliche Freiabhebungen bekommst du erst in den kostenpflichtigen Tarifen.
Seit dem bunq Update 30 steht auch Free-Kund:innen der weiterentwickelte KI-Assistent Finn zur Verfügung. Er beantwortet Support- und App-Fragen rund um die Uhr und hilft dir bei der Auswertung deiner Ausgaben, bei Kartenfunktionen und bei Sparübersichten.
Ergänzend öffnet bunq Free den Zugang zum Aktienhandel über die Funktion „Stocks“, die inzwischen auch in Deutschland nutzbar ist. Investieren kannst du ab 10 Euro, Bruchstückkäufe eingeschlossen. Die technische Abwicklung übernehmen Partner wie Ginmon und Upvest. In den ersten 3 Monaten nach Kontoeröffnung bleiben Trades bis zu einem Volumen von 100.000 Euro kostenfrei, danach berechnet bunq im Free-Tarif 0,99 % je Kauf oder Verkauf.
bunq Core ist ein vollständig digital ausgerichtetes Bankkonto für den Alltag. Zum Tarif gehören bis zu 5 Konten mit eigener IBAN, eine physische und eine digitale Karte sowie ein verzinstes Sparkonto mit wöchentlicher Zinsauszahlung. Hinzu kommen Funktionen für Fremdwährungen, mobiles Bezahlen und die Verwaltung der Finanzen per App oder bunq Web.
Auf dem Euro-Sparkonto bekommst du aktuell bis zu 3,01 % Zinsen pro Jahr. Dabei solltest du das MassInterest-Modell beachten: Für neue Sparer gilt der Bonuszins von 3,01 % zunächst auf das gesamte Sparguthaben. Nach der halbjährlichen Berechnung deines persönlichen Schwellenwerts erhältst du aktuell 1,51 % auf das Guthaben bis zu dieser Grenze und 3,01 % auf den darüberliegenden Betrag. Die Zinssätze sind variabel, die Zinsen werden wöchentlich ausgezahlt.
Ergänzend bietet bunq Festgeld mit Laufzeiten von 3, 6, 12 oder 24 Monaten an. Für 12 Monate sind aktuell 2,11 % Zinsen pro Jahr möglich. Einzahlungen sind zwischen 1.000 und 100.000 Euro vorgesehen. Der Zinssatz bleibt während der gewählten Laufzeit fest. Eine vorzeitige vollständige Auflösung ist möglich, allerdings fällt dafür eine Gebühr an und du erhältst auf die vorzeitig beendete Einlage keine Zinsen.
Auch bei KI-Funktionen ist bunq vergleichsweise breit aufgestellt. Der Assistent Finn beantwortet Fragen rund um die App und das Banking. Hinzu kommen KI-gestützte Bilderkennung sowie eine Echtzeit-Sprachübersetzung im Support. Letztere führte bunq bereits Ende 2024 ein; mittlerweile lässt sie sich auch beim SOS-Support einsetzen.
Direkt in der bunq-App kannst du außerdem Aktien und ETFs handeln. Der Einstieg ist ab 10 Euro möglich. In den ersten 3 Monaten nach Eröffnung des Aktiendepots fallen für Käufe und Verkäufe bis zu einem ausgeführten Handelsvolumen von 100.000 Euro keine Tradinggebühren an. Danach berechnet bunq Core 0,99 % je Kauf- oder Verkaufsorder. Investments sind mit Verlustrisiken verbunden.
Grenzen zeigt Core vor allem bei klassischen Premiumleistungen: Reise- und Einkaufsversicherungen fehlen, zusätzliche physische Karten sind im Tarif nicht erhältlich und jede Bargeldabhebung kostet Geld. Wer ein digitales Konto mit mehreren IBANs, Sparkonto, Fremdwährungsfunktionen und moderner App sucht, bekommt dennoch ein vielseitiges Gesamtpaket. Wer häufig Bargeld benötigt oder Wert auf Reiseversicherungen legt, sollte Alternativen oder die höherpreisigen bunq-Tarife vergleichen.
bunq Pro richtet sich an technikaffine Menschen, die modernes Banking und internationale Flexibilität schätzen. Besonders hervorzuheben sind bis zu 25 Konten, jeweils mit eigener IBAN, 25 virtuelle Karten sowie 3 physische Karten. Dadurch lassen sich Ausgaben, Sparziele und unterschiedliche Budgets sehr flexibel voneinander trennen.
Die ZeroFX-Funktion ersetzt die bei vielen Banken übliche Fremdwährungsgebühr durch den Mastercard-Wechselkurs mit einer Währungsschwankungsanpassung von 0,5 %. Für Pro gibt es dabei kein jährliches ZeroFX-Umsatzlimit. Das ist vor allem für alle interessant, die regelmäßig in Fremdwährungen bezahlen oder reisen. Ergänzt wird das Angebot durch das Wheel of Fortune: Bei berechtigten Zahlungen in Bars, Restaurants und Supermärkten sammelst du Spins und erhältst damit die Chance auf Geldprämien, zusätzliche Spins oder Baumpflanzungen.
Mit dem bunq Update 30 profitiert bunq Pro zudem vom weiterentwickelten KI-Assistenten Finn, der als zentrale Anlaufstelle für Support- und Finanzfragen dient. Nach Angaben von bunq beantwortet Finn Supportanfragen im Durchschnitt innerhalb von 47 Sekunden; komplexere Anliegen werden an menschliche Mitarbeitende weitergeleitet. Finn unterstützt unter anderem bei Fragen zu Zahlungen, Karten und Sparfunktionen.
Über die Funktion „Stocks“ handelst du in Deutschland Aktien und ETFs direkt in der App. Der Einstieg ist ab 10 Euro möglich. In den ersten 3 Monaten nach Eröffnung des Aktiendepots sind Käufe und Verkäufe bis zu einem abgeschlossenen Handelsvolumen von insgesamt 100.000 Euro gebührenfrei. Anschließend beträgt die Handelsgebühr für bunq Pro 0,79 % pro Kauf- oder Verkaufsorder. Bei bestimmten europäischen Aktien können zusätzlich gesetzliche Finanztransaktionssteuern anfallen. Die Auto-Round-Up-Funktion lässt sich außerdem so einstellen, dass aufgerundete Beträge automatisch gespart oder investiert werden.
Auf EUR-Sparguthaben erhältst du derzeit einen variablen Basiszins von 1,51 % pro Jahr. Für Guthaben oberhalb deines persönlichen MassInterest-Schwellenwerts gilt aktuell ein variabler Bonuszins von 3,01 % pro Jahr. Wenn du neu mit dem Sparen bei bunq beginnst, gilt der Bonuszins bis zur ersten Schwellenwert-Berechnung zunächst für dein gesamtes berechtigtes Sparguthaben. Die Zinsen werden wöchentlich ausgezahlt.
Weniger vorteilhaft sind die vergleichsweise hohe Jahresgebühr und das Fehlen klassischer Reiseleistungen wie Reiseversicherung oder Lounge-Zugang. Wer ein funktionsreiches, app-basiertes Konto mit Fokus auf Automatisierung, Budgetierung und internationale Zahlungen sucht, findet in bunq Pro eine starke Lösung. Wer dagegen vor allem Reiseversicherungen oder ein günstiges Basiskonto sucht, sollte auch andere Tarife prüfen.
bunq Elite richtet sich vor allem an Vielreisende und digital affine Menschen. Der Tarif umfasst 3 physische Karten, bis zu 25 digitale Karten und bis zu 25 Konten mit eigener IBAN. Hinzu kommen Spar- und Investmentfunktionen, eine Reiseversicherung sowie 8 GB weltweites eSIM-Datenvolumen pro Jahr.
Für EUR-Sparkonten gilt ein variabler Basiszins von 1,51 % pro Jahr. Auf Guthaben oberhalb des persönlichen Schwellenwerts zahlt bunq aktuell 3,01 % Bonuszins. Die Zinsen werden wöchentlich gutgeschrieben.
Reguläres Cashback wurde am 7. Dezember 2025 eingestellt. Auch bunq Points laufen aus, an ihre Stelle tritt das „Wheel of Fortune“. Für bestimmte Kartenzahlungen erhalten Elite-Kund Spins und können unter anderem Erstattungen oder Baumspenden gewinnen. Zusätzlich pflanzt bunq für jeweils 100 Euro Kartenumsatz einen Baum. Die enthaltene Reiseversicherung deckt unter anderem medizinische Notfälle, Rücktransport, Gepäck, Reiserücktritt, Reiseabbruch, Haftpflicht und Mietwagen-Selbstbehalte ab. Über „Stocks“ kannst du Aktien und ETFs handeln. Nach einer dreimonatigen kostenlosen Einstiegsphase kostet jeder Kauf oder Verkauf 0,49 %. Mit „Auto Round Up“ lässt sich aufgerundetes Wechselgeld sparen oder investieren. Finn unterstützt dich als digitaler Assistent in der App.
Für 18,99 Euro im Monat bietet bunq Elite viele Funktionen, lohnt sich aber vor allem, wenn du mehrere Karten und Konten sowie Reise-, Spar- und Investmentleistungen regelmäßig nutzt. Einlagen sind bis 100.000 Euro pro Person und Bank geschützt.
Parallel zu seinem Journalismus-Studium hat Philipp großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während seiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier hat er sich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kennt er schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen ihm sehr bei seiner Arbeit als Autor von Ratgebern und Analysen rund um Kreditkarten.
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Zuletzt aktualisiert am 11. August 2025
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