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Black Friday: So schützt du dich vor Abzocke und Betrug im Netz

Mit dem Black Friday beginnt die heiße Phase für Schnäppchenjäger:innen, gleichzeitig ist es auch Hochsaison für Betrüger:innen. In der Black Week, rund um den 28. November, häufen sich Fake-Shops, Phishing-Versuche und Scheinrabatte. Wer vorbereitet ist, kann sich mit einfachen Mitteln schützen und böse Überraschungen vermeiden.

Black Friday: So schützt du dich vor Abzocke und Betrug im Netz

Gefälschte Angebote: So nutzen Betrüger:innen die Schnäppchenjagd aus

Sobald die ersten Geschenkideen gesammelt sind und die Wunschlisten wachsen, rückt für viele der Black Friday als idealer Moment zum Weihnachtsshopping in den Fokus. Die Aussicht auf satte Rabatte erhöht den Druck, schnell zuzuschlagen – und genau darauf setzen Betrüger:innen. Fake-Shops präsentieren sich mit täuschend echten Webseiten, extremen Preisnachlässen und setzen gezielt auf hektische Kaufentscheidungen, oft verbunden mit unsicheren Zahlungsmethoden wie Vorkasse oder Direktüberweisung.

Laut Verbraucherzentrale ist nahezu jede:r achte Online-Shopper:in in den vergangenen 2 Jahren auf betrügerische Angebote hereingefallen. Besonders häufig geschieht das über vermeintlich seriöse Werbung bei Google, Facebook oder Instagram.

Warnsignale erkennen: So entlarvt man unseriöse Shops

Gefälschte Shops sind oft nur auf den zweiten Blick zu erkennen. Folgende Anzeichen deuten auf Betrugsversuche hin:

  • Verdächtige URLs: Zusätze wie „.de.com“ oder falsch geschriebene Markennamen sind häufige Hinweise auf unseriöse Anbieter.
  • Zahlungsmethoden: Shops, die nur Vorkasse oder SEPA-Überweisung akzeptieren, sollten gemieden werden. Sicherer sind Käufe mit Kreditkarte (mit Chargeback-Möglichkeit), Debitkarte oder Zahlungsdiensten mit Käuferschutz wie PayPal.
  • Fehlendes oder lückenhaftes Impressum: Eine seriöse Website nennt eine vollständige Firmenanschrift, eine E-Mail-Adresse sowie den Handelsregistereintrag.
  • Falsche Gütesiegel: Bei echten Zertifikaten wie „Trusted Shops“ muss ein Klick auf das Siegel zur offiziellen Seite führen. Dort lässt sich prüfen, ob der Shop tatsächlich zertifiziert ist.
  • Keine oder schlechte Bewertungen: Unabhängige Bewertungsportale geben Hinweise zur Seriosität eines Anbieters.

Tipp: Der kostenlose „Fakeshop-Finder“ der Verbraucherzentrale hilft bei der Einschätzung unbekannter Online-Shops.

Rabatten nicht blind vertrauen

Viele Sonderangebote wirken auf den ersten Blick attraktiv, beruhen jedoch auf künstlich aufgeblähten Vergleichspreisen. Häufig orientieren sich Händler:innen an der „unverbindlichen Preisempfehlung“ (UVP), die in der Praxis selten verlangt wird und daher kaum ein realistischer Maßstab ist. Seit 2022 gilt zusätzlich eine wichtige Transparenzregel: Wer mit einem Preisnachlass wirbt, muss auch den niedrigsten Preis aus den vergangenen 30 Tagen angeben. So sollen Scheinrabatte erschwert werden.

Trotz dieser Vorgaben versuchen einige Anbieter, mit kreativen Darstellungen oder unklaren Vergleichswerten den Eindruck eines besonders starken Rabatts zu erzeugen. Die Verbraucherzentralen empfehlen deshalb, Preise grundsätzlich unabhängig zu prüfen, idealerweise über mindestens zwei Preissuchmaschinen. Erst wenn ein Angebot auch dort günstig abschneidet, lässt sich besser einschätzen, ob es sich tatsächlich um ein Schnäppchen handelt.

Sicherheit beim Bezahlen und Surfen

Beim Online-Shopping sollten stets sichere Internetverbindungen (https) genutzt und Käufe nicht über öffentliche WLAN-Netze abgewickelt werden. Auch aktuelle Virenschutzprogramme, Anti-Phishing-Filter und ein Werbeblocker tragen zum Schutz bei.

Zahlung per Kreditkarte oder Debitkarte bietet zusätzliche Sicherheit, da 3D-Secure mittlerweile verpflichtend ist und jede Transaktion durch eine zusätzliche Authentifizierung abgesichert wird. Banken ermöglichen zudem Echtzeitbenachrichtigungen, die unautorisierte Abbuchungen sofort sichtbar machen.

Regelmäßiges Löschen von Cookies und der Verzicht auf allzu großzügige Datenfreigabe helfen, personalisierte Preisgestaltung einzuschränken.

Wenn es doch passiert: Schnell reagieren

Wer auf einen Fake-Shop hereingefallen ist, sollte umgehend die eigene Bank oder den Kartenherausgeber kontaktieren, insbesondere bei Zahlungen mit Kreditkarte, Debitkarte oder Lastschrift. So lassen sich Transaktionen möglicherweise noch stoppen oder zurückbuchen.

Zudem gilt: Belege wie Bestellbestätigungen, Mails und Screenshots sichern und den Vorfall bei der Polizei melden. Das funktioniert auch online über die „Internetwache“, ein digitales Portal der Polizeibehörden, über das Strafanzeigen unkompliziert und rund um die Uhr abgegeben werden können. Weitere Hilfe bieten die Verbraucherzentralen.

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Philipp Ollenschläger

Erstellt von

Parallel zu seinem Journalismus-Studium hat Philipp großes Interesse an Wirtschaftsthemen entwickelt, das sich während seiner Arbeit bei einem großen Medizin-Publisher verfestigt hat. Hier hat er sich häufig mit gesundheitsökonomischen Fragestellungen beschäftigt. Als Vielreisender kennt er schon lange die Vorteile des bargeldlosen Bezahlens. Diese Erfahrungen helfen ihm sehr bei seiner Arbeit als Autor von Ratgebern und Analysen rund um Kreditkarten.

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Zuletzt aktualisiert am 25. November 2025

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