Die spanische Digitalbank BBVA erweitert ihr Angebot in Deutschland um eine Kreditkarte. Zunächst können sie nur Bestandskund:innen mit BBVA-Girokonto beantragen. Zu den Vorteilen zählen Cashback, Fremdwährungszahlungen ohne Aufschlag und eine flexible Rückzahlung.
Der Kreditkartenmarkt wächst weiter: Bestandskund:innen der BBVA Deutschland können nun eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen beantragen. Voraussetzung ist, dass ihr Girokonto seit mindestens sechs Monaten besteht und die erforderliche Bonität vorliegt. Beantragen lässt sich die Karte über die BBVA-App. Wer das Onlinebanking nutzt, gelangt per QR-Code in die App.
Zum bisherigen Angebot der Digitalbank in Deutschland gehört bereits die BBVA Debitkarte: Bei ihr rechnet die Bank Umsätze zeitnah über das Girokonto ab. Die Kreditkarte ergänzt das nun um einen Kreditrahmen mit flexibler Rückzahlung
„Mit unserer neuen Kreditkarte ergänzen wir nicht nur unser tägliches Bankangebot, sondern bekräftigen auch unseren Anspruch, zur Hauptbank unserer Kunden zu werden“, sagte Jürgen von der Lehr, Leiter der Digital Bank Deutschland bei der BBVA.
Wer sein BBVA-Girokonto noch keine sechs Monate führt, kann die Kreditkarte derzeit nicht beantragen. Wann sich das ändert, ist noch offen. Die BBVA plant jedoch, den berechtigten Kund:innenkreis in den kommenden Monaten zu erweitern.
In den ersten sechs Monaten erhebt die BBVA keine Monatsgebühr. Danach kostet die Kreditkarte grundsätzlich 2 Euro pro Monat. Die Gebühr entfällt, wenn Karteninhaber:innen monatlich mindestens 500 Euro mit der Karte umsetzen oder eine vereinbarte Ratenzahlung planmäßig bedienen.
Ratenzahlung bedeutet aber nicht Kostenfreiheit. Für Teilzahlungen fallen Zinsen an. Die BBVA nennt dafür 13,99 % Sollzins pro Jahr. Der effektive Jahreszins, der zusätzliche Kosten berücksichtigt, liegt im repräsentativen Beispiel bei 15,03 %.
Beim Bezahlen in Fremdwährung berechnet die BBVA keinen Aufschlag und rechnet zum Mastercard-Wechselkurs um. Für Bargeldabhebungen fallen dagegen Gebühren an: 4 % des abgehobenen Betrags, mindestens 3 Euro. Zusätzlich können Fremdgebühren der Automatenbetreiber anfallen.
Zum Marktstart setzt die BBVA auf einen Cashback-Anreiz, also eine Rückvergütung auf bestimmte Umsätze. In den ersten sechs Monaten erhalten Karteninhaber:innen 5 % Cashback, gedeckelt auf 25 Euro pro Monat und insgesamt 150 Euro. Die Aktion gilt für Vertragsabschlüsse bis einschließlich 30. September 2026. Voraussetzung ist, dass die erste Kartentransaktion innerhalb von 90 Tagen nach Vertragsabschluss erfolgt.
Die Cashback-Aktion ist allerdings an Bedingungen geknüpft. Vergütet werden laut BBVA unter anderem Reiseausgaben, etwa bei Fluggesellschaften, Hotels, Mietwagen, im Bahnverkehr, bei Taxis und touristischen Attraktionen. Auch Online-Zahlungen fallen darunter, allerdings nur bis zu einem Umsatz von 500 Euro je Kalendermonat. Nicht cashbackfähig sind beispielsweise Zahlungen an Finanzunternehmen und Banken, Umsätze mit Kryptowährungen, Spiele und Wetten, Inkassounternehmen, Bargeldabhebungen sowie Übertragungen auf das BBVA-Girokonto.
Die Karte positioniert sich aktuell vor allem als Zahlungsinstrument für bestehende BBVA-Kund:innen, die online und auf Reisen aktiv sind. Wer dagegen eine sofort verfügbare Kreditkarte ohne Kontovoraussetzung sucht, regelmäßig Bargeld abhebt oder Teilzahlung dauerhaft nutzen will, sollte die Karte genau mit Alternativen vergleichen.
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