Ob im Restaurant, Supermarkt oder Einzelhandel: Viele Verbraucher:innen möchten unkompliziert bargeldlos bezahlen können. Eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt, dass dieser Wunsch gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat.
In Restaurants ist der Wunsch nach bargeldlosem Bezahlen am größten: 72 % möchten dort ohne Bargeld zahlen können. In Supermärkten ist die Zustimmung mit 71 % fast genauso hoch, gefolgt von anderen Einzelhandelsgeschäften. Das geht aus einer aktuellen Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, an der mehr als 3.600 Menschen in Deutschland teilnahmen. Gefragt wurde, an welchen Orten es ihrer Meinung nach möglich sein sollte, bargeldlos zu bezahlen.
Auch in Parkhäusern, an Flughäfen und Bahnhöfen spricht sich jeweils eine deutliche Mehrheit für bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten aus. Auf Volksfesten sowie Wochen- und Flohmärkten ist der Wunsch dagegen weniger ausgeprägt. Nur 8 % der Befragten gaben an, an keinem der abgefragten Orte eine bargeldlose Bezahlmöglichkeit zu benötigen.
Gegenüber einer ähnlichen YouGov-Befragung von Anfang 2025 ist die Zustimmung gestiegen. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in Restaurants und Supermärkten: In beiden Bereichen legte der Anteil der Befürworter:innen innerhalb eines Jahres um jeweils 5 Prozentpunkte zu.
Die Entwicklung fällt in eine Zeit, in der auch die Politik über eine größere Auswahl an Bezahlmöglichkeiten diskutiert. Nach den aktuellen Plänen der Bundesregierung sollen Geschäfte und Restaurants ab 2027 neben Bargeld mindestens eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten. Eine generelle Pflicht zur Akzeptanz von Kreditkarten ist damit allerdings nicht verbunden. Welche Vorgaben konkret gelten werden, muss noch im Gesetzgebungsverfahren geklärt werden.
Der wachsende Wunsch nach digitalen Bezahlmöglichkeiten spiegelt sich auch im tatsächlichen Zahlungsverhalten wider. Laut einer aktuellen Studie der Deutschen Bundesbank wurden 2025 erstmals mehr Zahlungen bargeldlos als mit Bargeld abgewickelt. Dennoch blieb Bargeld das am häufigsten genutzte einzelne Zahlungsmittel.
Unter den bargeldlosen Zahlungsmitteln spielen vor allem Debitkarten eine wichtige Rolle. Besonders verbreitet ist die Girocard, die zuletzt neue Höchststände erreichten. Gleichzeitig gewinnen mobile Bezahlverfahren mit Smartphone oder Smartwatch an Bedeutung. Kreditkarten sind damit nur ein Teil des Trends hin zum bargeldlosen Bezahlen.
Noch können Verbraucher:innen allerdings nicht überall so bezahlen, wie sie möchten. Etwa ein Viertel der von der Bundesbank Befragten gab an, innerhalb des vorherigen Monats mindestens einmal nicht wie gewünscht bargeldlos bezahlt haben zu können.
Gleichzeitig bleibt Bargeld für einen großen Teil der Bevölkerung wichtig: Vier von fünf Befragten möchten auch künftig die Möglichkeit haben, bar zu bezahlen. Die Entwicklung spricht damit vor allem für einen wachsenden Wunsch nach Wahlfreiheit zwischen Bargeld und verschiedenen elektronischen Zahlungsmitteln.
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